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Die Radaufhängung ist Bestandteil des Fahrwerks eines Fahrzeugs. Sie verbindet die Räder mit dem Fahrgestell oder der selbsttragenden Karosserie.

Radaufhängungen ermöglichen die Federung der Räder und müssen gegebenenfalls auch Lenkung, Antrieb und Bremsung zulassen. Ihre Gestaltung ist ein wesentlicher Teil der Fahrzeugtechnik.

Querlenker, Schräglenker, Längslenker


Meist sind Radaufhängungen mit sogenannten Lenkern aufgebaut. Dies sind häufig Streben, die am Fahrgestell befestigt sind und die Radaufhängung horizontal fixieren. Sie sind um eine näherungsweise waagerechte Rotationsachse drehbar gelagert und lassen daher vertikale Bewegungungen des Radträgers zu. Man unterscheidet Querlenker, Schräglenker und Längslenker. Die Rotationsachsen liegen bei Querlenkern näherungsweise in Fahrtrichtung, bei Schräglenkern in einem Winkel zwischen 0 und 90° zur Fahrtrichtung und bei Längslenkern quer zur Fahrtrichtung. Querlenker, Schräglenker und Längslenker mit zwei Befestigungen am Fahrgestell werden als Dreieckslenker bezeichnet.

Starr- und Elastokinematik


Die Anordnung der Drehpunkte oder Drehachsen der Lenker im Raum wird als Kinematik bezeichnet. Man unterscheidet zwischen der Starrkinematik, bei der die Bauteile, Gummi-Metall-Lager und Kugelgelenke als nicht deformierbar angenommen werden und der Elastokinematik, bei der die Nachgiebigkeiten mindestens der Gummi-Metall-Lager, oft der Kugelgelenke und selten der Bauteile mit berücksichtigt werden.

Auswirkung


Für das Fahrverhalten des Fahrzeuges ist die primär Starrkinematik von Bedeutung. Sie wird so ausgelegt, daß sich beim Federn und Lenken zwischen Rad und Fahrbahn Sturz- und Vorspurwinkel einstellen, die hinsichtlich Kraftübertragung des Reifens zur Fahrbahn optimal sind. Infolgedessen stellt sich Fahrverhalten, Reifenverschleiß und Abrollkomfort ein. Die Bewegung nach der Starrkinematik wird überlagert durch elastokinematische Effekte. Diese entstehen, weil sich unter Wirkung der am Rad angreifenden Kräfte die Bewegungspunkte und -achsen z.B. in den Gummi-Metall-Lagern im Raum verschieben. Durch gezielte Ausbildung bestimmter Steifigkeiten in den Gummi-Metall-Lagern kann das Fahrverhalten des Fahrzeugs wesentlich verbessert werden.

Bauformen


Siehe auch: Einzelradaufhängung, Motorradgabel

Fahrwerkstechnik

 

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