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Basisdaten
Land UdSSR
russ. Bezeichnung RT-21M
Alternative Namen SS-20 Saber, Pioner, RSD-10
Klasse IRBM
Nutzlast 3 MIRV-Gefechtsköpfe
Gefechtskopf Nuklear 150 kT
Länge 16,49 m
Durchmesser 1,79 m
Startgewicht 37.100 kg
Antrieb 2-stufig Feststoff
Reichweite 4.700 - 7.500 km
In Dienst 1976 – 1991
Die RT-21M (Pioner) war eine mobile ballistische Mittelstreckenrakete zum Transport von nuklearen Gefechtsköpfen. Sie konnte einen 1-Megatonnen-Sprengkopf (Mod 1) je nach Modell zwischen 600 und 7500 km weit befördern. Spätere Modelle waren auch fähig, 2 bis 3 MIRV-Sprengköpfe zu je 150 Kilotonnen (kT) zu transportieren (Mod 2). Der NATO-Codename war SS-20 „Saber“. Im GRAU-Index trugen ihre Versionen die Bezeichnungen 15Zh45, 15Zh45UTTKh und 15Zh53.

Die Waffe sollte die älteren Raketen des Typs R-12 (SS-4) und R-14 (SS-5) ersetzen. Nach ihrer Indienststellung 1976 wurden 495 Raketen an 29 verschiedenen Orten stationiert. Es gab auch mobile Abschussrampen. Insgesamt wurden 654 RT-21M gebaut. SS20_irbm.jpg Als Reaktion auf ihre Stationierung durch den Warschauer Pakt wurden in Europa im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses Pershing II und Cruise Missiles stationiert. Im Gegensatz zu Interkontinentalraketen konnten mit der SS-20 nur Ziele in Europa, nicht aber in den USA angegriffen werden. Allerdings lagen auch Ziele in China, Korea und Alaska in Reichweite.

Im Mai 1991 wurden alle Raketen im Rahmen des INF-Abkommens (Intermediate-Range Nuclear Forces) zerstört und teilweise durch SS-25-Raketen ersetzt.

Weblinks


Mittelstreckenrakete | Atomrakete

СС-20 | RT-21M Pioneer

 

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