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RPM
 

RPM in der EDV ist ein rekursives Akronym für den RPM Package Manager RPM-Manpage auf der rpm-Webseite (oft auch Red Hat Package Manager Edward C. Bailey: Maximum RPM, 2000). RPMs (Dateiendung ".rpm") sind Archive, die ein Softwarepaket enthalten (grob ähnlich dem .zip-Format). Mit rpm wird auch ein Paket-Manager für die Linux-Distribution von Red Hat bezeichnet, der es erlaubt, Software zu verwalten.

Hintergrund


Da Linux ein freies Betriebssystem ist, besteht der (Mehr-)Wert einer bestimmten Distribution im Wesentlichen aus den Annehmlichkeiten des entsprechenden Paket-Managers (und aus den zusammengestellten, getesteten und regelmäßig aktualisierten (RPM-)Paketen). Da RPM unter der GPL lizenziert ist, wird es auch von anderen Distributionen (wie beispielsweise SuSE und Mandriva) genutzt.

Obwohl viele Distributionen das RPM-Format benutzen, heißt das nicht unbedingt, dass ein RPM von RedHat problemlos auf einem SuSE-System installiert werden kann. Um diesem Problem zu begegnen, hat die Linux Standard Base entsprechende Spezifikationen veröffentlicht, die ein solches Installieren von entsprechend bereiteten RPMs auf verschiedenen Systemen garantieren. Dementsprechend unterstützt jede Linux-Distribution, die LSB-spezifiziert ist, auch RPM-Pakete. RPM ist nicht auf Linux-Betriebssysteme beschränkt, sondern wird auch auf anderen Plattformen benutzt, beispielsweise AIX und Tru64.

Aufbau


Die RPM-Dateien sind komprimiert, die einzelnen Teile können jedoch einfach nach bestimmten Informationen durchsucht werden, denn ein Header im Binärformat ist an jedes Paket angefügt. Dieser Header ist nicht komprimiert und enthält alle wichtigen Informationen. Das erleichtert das schnelle Durchsuchen von RPM-Paketen.

XML Package Metadata


In den RPM-Spezifikationen finden sich ebenfalls die Spezifikationen für Verzeichnisse von mehreren RPM-Paketen. Die Pakete werden dabei in einem Verzeichnis gespeichert, das neben den Paketen noch Informationen über die Pakete selbst in Form von Metadaten-Dateien enthält. Wenn ein geeignetes Programm dann Informationen über die im Verzeichnis enthaltene Software benötigt, reicht es, die Metadaten herunterzuladen. In diesen Daten sind die vorhandenen Pakete, deren Versionen, Abhängigkeiten, Architektur, etc. enthalten.

Programme, die XML Package Metadaten verwalten können, sind yum, Yast, Red Carpet, smartpm und apt-rpm.

Vorteile


Gegenüber vergleichbaren anderen Lösungen bietet RPM den Vorteil, dass es auch Pakete gleichen Namens installieren kann, die aber unterschiedliche Versionsnummern haben oder für unterschiedliche Architekturen erstellt wurden. Dies vereinfacht das Verwalten z.B. von mehreren Kernel-Paketen oder den Nutzen von Paketen für x86 auf x86_64 Rechnern.

Nutzung von RPM


Beispiele zur RPM-Benutzung

Die einfachste Möglichkeit der Anwendung ist die Installation eines Paketes. Beispiel: rpm -i foobar-1.0-1.i386.rpm Zur Deinstallation eines Paketes gibt man in der Konsole ein: rpm -e foobar Anzeigen aller im (bereits installierten) Paket enthaltener Dateien: rpm -ql foobar Weiteres auf den Manpages von rpm oder siehe rpm --help

Programme, die RPM-Dateien verarbeiten

  • rpm ist ein Linux-Programm, das direkt über die Konsole aufrufbar ist.
  • KDE- oder GNOME-Programme erleichtern die Anwendung von rpm.
  • urpmi von Mandriva, damit werden bei der Installation automatisch die Abhängigkeiten aufgelöst.
  • für APT gibt es einen Port auf RPM
  • up2date von RedHat
  • kpackage
  • gnorpm
  • Yellowdog Updater, Modified
  • YaST von SuSE enthält ein Modul zur Verwaltung von RPMs
  • Smart Package Manager - dieses Werkzeug greift auf bestehende Werkzeuge (rpm, dpkg, ...) zurück, und kann so auf vielen Distributionen eine einheitliche Oberfläche bieten
  • alien ist ein Programm, welches RPM-Pakete in Deb-Pakete für Debian konvertiert

Siehe auch


Quellen


Weblinks


Datenformat | Kompressionsalgorithmus | Linux | Installationshilfe | Abkürzung

Sistema de paquets rpm | RPM | RPM Package Manager | RPM | RPM Package Manager | RPM | RPM Package Manager | RPM

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "RPM".

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