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RC4 ist eine einfache Stromchiffre. Eine Zufallsfolge wird aus einem nur einmalig zu verwendenden Schlüssel erzeugt. Der Klartext wird Byte für Byte per XOR mit der Zufallsfolge verknüpft, um die Daten zu verschlüsseln. Er wurde 1987 von Ronald L. Rivest (Ron's Code 4) für RSA Data Security Inc. (heute RSA Security) entwickelt und von vielen bekannten Firmen und einer Vielzahl von Standards wie SSH, HTTPS und WLAN eingesetzt.

Der Algorithmus war sieben Jahre lang geheim („security by obscurity“), bis 1994 der Quellcode anonym veröffentlicht wurde.

Der Zufallsgenerator verwendet eine so genannte S-Box, eine zufällig gewählte Permutation oder Substitution der Zahlen 0 bis 255. Die S-Box wird in einem ersten Schritt aus dem geheimen Schlüssel berechnet und anschließend zur Berechnung der Zufallsfolge verwendet. Nach jedem Berechnungsschritt werden zwei Werte der S-BOX vertauscht.

Die Sicherheit eines solchen Verfahrens ist nur gewährleistet, wenn sich die Zufallsfolge nicht wiederholt. Daher darf der Schlüssel bzw. das Passwort nur einmalig verwendet werden. Für die Besetzung der S-Box und die Werte zweier weiterer Variablen gibt es ca. 21700 Möglichkeiten. Eine zufällige Wiederholung ist damit praktisch undenkbar.

Der Algorithmus ist sehr einfach mit praktisch jeder Hard- und Software zu implementieren und sehr effizient berechenbar. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit des DES ist jedoch selbst in kleinsten Mikrokontrollern meist ausreichend. Der Schlüssel beim DES und anderen Blockchiffren wie dem AES (CBC-Mode) kann im Gegensatz zum RC4 auch mehrfach verwendet werden. Vergleichbare Stromchiffren wie SEAL sind vergleichbar schnell und gelten als sicher.

Im WEP wurde der einmalige Schlüssel durch einfaches Zusammensetzen eines festen geheimen Schlüssels und eines Session-Key bestimmt. In diesem Fall ist es jedoch möglich den festen geheimen Schlüssel abzuleiten. Falls der Schlüssel mit einer Hash-Funktion quasi zufällig gewählt wird, kann der RC4 aber weiterhin als sicher betrachtet werden.

Bei Microsoft Windows-Systemen welche an eine NT-Domäne angebunden sind, wird das Anmeldepasswort, welches der User in der GINA-Oberfläche eingibt nach vorangegangener Aushandlung eines Schlüssels per RC4-HMAC verschlüsselt und durch einen Kerberos-Frame an den Server übertragen. Die Aushandlung des Schlüssels findet während der Meldung "Netzwerkverbindungen werden vorbereitet" statt.

Weblinks


Verschlüsselungsverfahren

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This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "RC4".

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