Bonn-Ruengsdorf.png Rüngsdorf ist ein 804 erstmals urkundlich erwähnter Ort. Er wurde 1899 in die Stadt Godesberg (später Stadt Bad Godesberg) eingemeindet und ist heute Teil des Stadtbezirkes Bad Godesberg in Bonn.
Der alte Kirchturm steht isoliert und ist ein Überbleibsel der 1903 abgerissenen alten romanischen Kirche. Diese alte Kirche wurde 1131 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie war der Pfarreisitz für die umgebenden Orte Plittersdorf und Godesberg.
In Rüngsdorf befindet sich das größte Freibad von Bonn, direkt am Rhein gelegen mit Blick auf das gegenüber liegende Siebengebirge.
In Rüngsdorf fanden zwischen dem 22. und 24. September 1938 Verhandlungen zwischen Chamberlain und Hitler statt, die schließlich am 30. September in das Münchner Abkommen mündeten.
Nachdem Bonn 1949 Bundeshauptstadt geworden war, siedelten sich in Rüngsdorf zahlreiche Botschaften bzw. Konsulate an. Auch nach dem Umzug von Parlament und Teilen der Bundesregierung haben einige Staaten diplomatische Vertretungen aus verschiedenen Gründen in Rüngsdorf belassen; die US-Botschaft in der Deichmannsaue wurde beispielsweise zur Außenstelle umgebaut, um den Kontakt mit dem Bundesverteidigungsministerium zu gewährleisten.
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