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Unter Rückstromladen, auch als Laden mit asymmetrischem Wechselstrom bezeichnet, versteht man ein Verfahren, bei dem ein Akkumulator nicht mit einem reinen (oder pulsierendem) Gleichstrom geladen, sondern während des Ladens der Stromfluss periodisch umgekehrt wird. Als Periodendauer verwendet man gerne 50 Hz, also die Netzfrequenz, was äußerst einfache Ladeschaltungen ermöglicht.

Das Verfahren wurde 1954 von Ernst Beer unter der Patentnummer 2 752 550 in Holland patentiert und wurde in den 60er Jahren diskutiert, als es noch keine Akkus gab, die preiswert, leicht und gasdicht waren.

Der Methode liegt die Beobachtung zu Grunde, dass galvanische Überzüge gleichmäßiger werden, wenn nicht ein Gleichstrom verwendet, sondern periodisch der Stromfluss umgekehrt wird. Da es sich bei einem Akkumulator bzw. einer Batterie um eine Galvanische Zelle handelt, liegt es nahe, diese Methode zu übertragen.

Geschichte


Beim Radio- und Elektronikbasteln, das jahrzehntelang ein beliebtes Hobby darstellte, experimentierten Amateure, ob nicht mit diesem Verfahren Zink-Kohle Trockenbatterien, die billiger als Akkumulatoren sind, -- entgegen der gängigen Meinung -- wieder aufgeladen werden könnten. Mit reinem Gleichstrom scheiterte dies nämlich, weil sich das verbrauchte Zink nicht wieder am Mantel (also der Hülle der Trockenbatterie) metallisch niederschlägt.

Es gab durchaus Zink-Kohle Trockenbatterien, bei denen eine teilweise Regeneration (»Wiederaufladung«) möglich war. Dies funktionierte umso besser, je weniger die Batterie zuvor entladen wurde. Eine völlig entladene Zelle lässt sich allerdings nicht wieder aufladen. Aber wenn diese z.B. nur um 20% entladen wurde, so konnte man sie in vielen Fällen wieder fast vollständig aufladen.

Das asymmetrische Ladeverfahren hat lediglich historische Bedeutung. Es lohnt nicht, Zink-Kohle-Batterien, wenn überhaupt, um wenige Prozent nachzuladen. Statt dessen kennt man heute Ladeverfahren, die reproduzierbar Akkumulatoren bestmöglich nachladen.

Elektrische Energie

 

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