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Die Namensgebung der römischen Antike unterscheidet zwischen:

Allgemein bekannte und in höheren Schulen vermittelte Tatsachen beziehen sich meist auf die relativ kurze Epoche des 1. Jahrhunderts v. Chr., spiegeln das römische Namenssystem folglich nur teilweise wider.

Männernamen

Namen römischer Bürger in der Antike bestanden aus mindestens zwei Teilen: einem Vornamen (praenomen) und einem Familiennamen (nomen gentile). Der Vorname wurde vom Vater am 9. Tag nach der Geburt aus einer kleinen Zahl häufiger Vornamen gewählt. Nur ungefähr 25 Vornamen (z.B. Marcus, Gaius) sind bekannt, von denen einige nur in bestimmten adligen Familien verwendet wurden oder sehr selten waren. In Inschriften wurden die Vornamen meist abgekürzt (siehe Römische Vornamen). Der Familienname (z.B.: Julius, Antonius) wurde vom Vater vererbt. In einigen weit verzweigten Familien bestand der Familienname aus zwei Teilen zwecks Unterscheidung einzelner Familienzweige.

Die meisten Römer trugen noch einen weiteren individuellen Namen, das Cognomen. Hinzukommen konnten bei besonderen Verdiensten Ehrenbezeichnungen oder durch Adoption weitere Familiennamen. In offiziellen Dokumenten und Inschriften fügte man den Vornamen des Vaters ein (z.B. Marci filius). Gelegentlich wurde der Zusatz maior oder minor (der Ältere, der Jüngere) benötigt, um Vater und Sohn zu trennen, wenn diese denselben Vornamen trugen. Namenslängen reichten zwischen „Marcus Antonius“ über „Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus Germanicus Sarmaticus“ bis hin zu jenem Konsul von 169 n. Chr., der insgesamt 38 Namen trug.

Freigelassene (ehemalige Sklaven) erhielten Vornamen und den oder die Familiennamen des ehemaligen Herrn. Der frühere Rufname des Sklaven diente als cognomen.

Geringe Zahl der Vornamen sowie Namensvergabe bei Freilassung führte dazu, dass bestimmte Namen (vor allem die der Kaiser wegen der Vielzahl kaiserlicher Freigelassener und deren Nachkommen) weit verbreitet waren.

Frauennamen

Frauen trugen den Familiennamen ihres Vaters in der weiblichen Form (z.B. Julia Tochter Gaius Julius Caesars und Tullia Tochter Marcus Tullius Ciceros). Hinzu kam seit der Kaiserzeit ein cognomen, um Schwestern voneinander zu unterscheiden. Gelegentlich ersetzte auch maior oder minor (die Ältere, die Jüngere) das cognomen.

Beispiele


Siehe auch: Liste römischer Familien (Römisches Reich)

Römisches Reich | Name

Nomen | Tria nomina | Roman naming conventions | Nombres romanos | Roomalainen nimi | Noms romains | שמות רומאיים | Rimska osobna imena | Convenzione dei nomi romani | Romeinse namen | Convenção romana de nomes | Римские имена

 

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