| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Rödermark.png | Karte_roedermark_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Kreis: | Offenbach |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 142 m ü. NN |
| Fläche: | 29,99 km² |
| Einwohner: | 28.107 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 882 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 63322 |
| Vorwahl: | 06074 |
| Kfz-Kennzeichen: | OF |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 38 012 |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dieburger Straße 13 - 17 Postfach 11 20 | 63304 Rödermark
| Website: | www.roedermark.de |
| E-Mail-Adresse: | info@roedermark.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Roland Kern (AL/Grüne) |
Rödermark ist eine Stadt im Kreis Offenbach, südlich von Frankfurt am Main und nördlich von Darmstadt.
Ober-Roden ist ein lokaler Knotenpunkt im Schienenverkehr. Hier treffen sich die nach Offenbach führende Rodgaubahn, die Dreieichbahn nach Dreieich-Buchschlag mit Anbindung nach Frankfurt/Main und Darmstadt sowie die Strecke nach Dieburg mit Anbindung nach Darmstadt und Aschaffenburg. Die Rodgaubahn ist seit Dezember 2003 Teil der S-Bahn Rhein-Main. Ober-Roden wurde zum Endpunkt der Linie S1, die von Wiesbaden über Frankfurt-Höchst, den Frankfurter Hauptbahnhof, den Citytunnel und Offenbach in den Rodgau fährt.
In Zusammenhang mit den Plänen zur Regionaltangente West (RTW) gab es in der Vergangenheit Überlegungen, die Strecke der Dreieichbahn mit RTW-Zügen befahren zu lassen. Für Ober-Roden hätte dies eine direkte Schienenverbindung zum Flughafen Frankfurt bedeutet. Der dafür notwendige Streckenausbau ist mittelfristig allerdings nicht zu finanzieren und daher gegenwärtig im Generalverkehrsplan nicht enthalten.
Gerade die Zusammenlegung mit Ober-Roden war für viele Urberacher schwer zu verdauen, herrschte doch eine traditionelle Antipathie gegenüber dem Nachbarort vor. Ausdruck fand dies zum Beispiel in der Positionierung des Kerbborsch (einer Strohpuppe, die während der Kerb an einem langen entholzten Baumstamm befestigt auf einen Stuhl gesetzt wurde), dessen Hinterteil stets Richtung Ober-Roden wies.
Doch allen Ängsten zum Trotze entwickelte sich Rödermark in allen Stadtteilen gemeinsam zu einem attraktiven Wohn- und Lebensraum. Besonders die Neugestaltung eines Teiles des Ortskernes 2003/2004 und viele Geschäfte im Ortskern gepaart mit Großmärkten am Ortsrand, ein Hallenbad (das im Jahr 2005 umgebaut und modernisiert wurde) und jetzt den Namen Badehaus Rödermark trägt, die Hügellage Bulau mit ihrem hohen Freizeitwert und ähnliches tragen zur Attraktivität des Ortes bei.
Urberach war in der Vergangenheit ein Zentrum des Töpferhandwerkes. Ein Töpfermuseum, ein Töpfermarkt sowie das Tongefäß im Stadtwappen von Urberach erinnern an diese große Tradition.
Urberach ist seit 2002 Sitz der neu gegründeten Berufsakademie Rhein-Main.
903 wurde das Kloster Rotaha als Besitzer des Lorscher Klosters bestätigt. Die Pfarrkirche in Ober-Roden ist wie das Kloster Lorsch dem heiligen Nazarius geweiht und war Mutterkirche für Urberach, Nieder-Roden, Messel und Dudenhofen.
Als Teil des Amtes Steinheim wurde das Dorf 1425 von den früheren Landesherren, den Herren von Eppstein an Kurmainz verkauft. Für die nächsten Jahrhunderte war der Erzbischof und Kurfürst von Mainz Landesherr.
1576 bestanden hier 80 Haushaltungen, 1681 waren es nur noch 31 Haushaltungen und 117 Einwohner.
1786 wurde die Markgenossenschaft Rödermark unter den ihr angehörenden Gemeinden Ober- und Nieder-Roden, Urberach, Messel, Dietzenbach, Hainhausen, Jügesheim und Dudenhofen aufgeteilt.
Die Amtsvogtei Dieburg kam 1803 mit Ober-Roden nach der Säkularisation an Hessen. 1829 hatte Ober-Roden 1295 Einwohner. 1832 kam der Ort vom Landratsbezirk Langen zum Kreis Offenbach. Von 1874 bis 1977 gehörte die Gemeinde Ober-Roden zum Kreis Dieburg.
1896 wurde die Rodgaubahn von Offenbach am Main über Ober-Roden nach Dieburg und 1905 die Dreieichbahn über Urberach nach Sprendlingen gebaut.
Die Gemeinde hatte 1939 3608 Einwohner. 1957 beschloss Messenhausen den Anschluss an Oberroden, nachdem es bereits seit 1821 der Bürgermeisterei angeschlossen war, aber einen eigenen Gemeindehaushalt behielt. 1977 wurde Ober-Roden im Zuge der hessischen Gebietsreform mit Urberach zu Rödermark zusammengeschlossen.
1280 gelangte ein Teil Urberachs als Lehen an Frankfurt.
1305 gehörte ein Hof von Urbruch zu Ober-Roden.
1425 wurden Urbruch und Ober-Roden an den Erzbischof von Mainz verkauft.
1706 überließ der Mainzer Erzbischof Lothar Franz von Schönborn Urbarach dem Grafen Johann Philipp von Isenburg-Büdingen im Tausch gegen Weisenau und Hechtsheim. Urberach gehörte fortan zum Amt Philippseich, einer jüngeren Linie des Hauses Isenburg.
1786 wurde die Rödermark aufgelöst.
Nachdem das Fürstentum Isenburg-Birstein 1816 aufgelöst wurde, fiel Urberach an das Großherzogtum Hessen und ist seitdem hessisch. 1821 wurde der Ort dem Landratsbezirk Offenbach zugeschlagen und 1832 dem Kreis Offenbach zugeteilt. In der Zeit von 1874 bis 1977 gehörte Urberach dem Kreis Dieburg an.
Die Einwohnerzahl steigt von 1.488 Einwohnern 1861 auf 2.807 im Jahr 1939 und 9.558 Einwohner 1978. 1977 wurde Urberach im Zuge der hessischen Gebietsreform mit dem Nachbarort Ober-Roden zu Rödermark zusammengelegt.
1821 wurde Messenhausen der Bürgermeisterei Ober-Roden angeschlossen, behielt aber bis 1957 einen eigenen Gemeindehaushalt. 1957 schloss sich der Ort Ober-Roden an. Messenhausen hatte 1829 80 Einwohner und 1978 605.
Traditionell ist Rödermark konservativ geprägt, die CDU erhält bei Wahlen seit Jahren die meisten Stimmen, häufig mehr als 50%. Umso mehr hervorzuheben ist, dass 2005 die Bürgermeisterwahl von Roland Kern AL/Grüne gegen den CDU-Kandidaten Alexander Sturm in der Stichwahl gewonnen werden konnte. Auch bei der Kommunalwahl 2006 erhielt die CDU 47,1% der Stimmen und damit 21 der 45 Sitze (-5,8% bzw. -3 Sitze gegenüber 2001). Dagegen steigerte sich die Andere Liste um 12% auf 28,1% der Stimmen oder 13 Sitze und ist damit eindeutig die zweitstärkste Kraft.
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