Rüstungskontrolle ist die politische Beherrschung des Rüstungsprozesses, die Sicherung eines annähernden Gleichgewichts zwischen Militärpotentialen und die Vermeidung einer Eskalation in Krisenzeiten. Das Wort Kontrolle ist hierbei nicht ausschließlich im Sinne einer Überwachung von Rüstungsmaßnahmen zu verstehen, sondern beinhaltet eine aktive Steuerung des Rüstungsprozesses.
Rüstungskontrolle umfasst darüber hinaus Maßnahmen mit den Zielen, die Wahrscheinlichkeit eines Krieges zu verringern, die Kosten der Rüstung zu senken sowie Tod und Zerstörung zu vermindern, falls es trotz der Kontrollmaßnahmen zu Krieg kommen sollte.
Geschichte der Rüstungskontrolle
Maßnahmen und Instrumente
Geographische Maßnahmen
- Schaffung entmilitarisierter Regionen oder Sicherheitszonen
Strukturelle Maßnahmen
- Defensivorientierung von Streitkräftestrukturen
Operative Maßnahmen
- Begrenzung von Manövern, Testverbote
Verifikationsmaßnahmen
- Informationsaustausch, Inspektionen, Überprüfungen, Beobachtungsflüge, Satellitenüberwachung
Deklaratorische Maßnahmen
- Verzichtserklärungen, Kommunikations- und Konsultationsmaßnahmen
Internationale Verträge zur Rüstungskontrolle
Verbot oder Einschränkung der Forschung, Entwicklung und Proliferation
Testverbote
Verträge zur Schaffung nuklearwaffenfreier Zonen
Konventionelle Streitkräfte
- 1992 Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag)
Vertrauensbildende Maßnahmen
Organisationen, die mit der Rüstungskontrolle befasst sind
Unter Rüstungskontrolle stehende Güter und Anlagen
Waffen, Organismen, Chemikalien, Produktionsstätten, Stützpunkte
Referenzen
Verwandte Themen
Literatur
- Jeffrey A. Larsen, Gregory J. Rattray (Hrsg.): Arms Control. Toward the 21st Century. Boulder, CO 1996
- Götz Neuneck (Hrsg.): Rüstungsmodernisierung und Rüstungskontrolle. Nomos-Verlag, Baden-Baden
- Götz Neuneck / Christian Mölling (Hrsg.): Die Zukunft der Rüstungskontrolle. Nomos-Verlag, Baden-Baden, 2005
Weblinks
Rüstungskontrolle | Sicherheitspolitik
Arms control | 軍備管理