Rübe ist die botanische Bezeichnung für ein unterirdisches Speicherorgan einer Pflanze. Sie entsteht aus der Verdickung der Hauptwurzel einschließlich des untersten Sproßabschnittes (Hypokotyl). Die Rübe befindet sich meistens unterirdisch, kann aber auch zum Teil über den Erdboden hinausragen oder sich ganz darüber befinden (z.B. beim Sellerie).
Rüben kommen nur bei allorhiz bewurzelten zweikeimblättrigen Pflanzen vor.
Aufbau
Obwohl die meisten Rüben sich sehr ähnlich sehen, können sie doch aus verschiedenen Teilen der Wurzel entstanden sein. Man nennt das morphologisch heterogen. Am Aufbau der Rübe können die Wurzel selbst, das
Hypokotyl oder in einigen Fällen auch die Sproßbasis beteiligt sein. Reine Wurzelrüben besitzen z. B. die
Karotte und die
Zuckerrübe. Rüben, die z. T. aus Hypokotyl bestehen besitzen der
Rettich oder die
Rote Rübe. Außerdem wird zwischen
Holzrüben,
Bastrüben und
Beta-Rüben unterschieden. Bei Holzrüben (z. B.
Rettich) wird das
Xylem massiv als Speichergewebe entwickelt, bei Bastrüben (z. B.
Karotte) das
Phloem und bei Beta-Rüben (Kulturformen von
Beta vulgaris) konzentrische Ringe aus Xylem und Phloem, bzw.
Parenchym.
Kulturformen von Pflanzen die Rüben ausbilden (Auswahl)
Carrot.jpg handelt es sich um eine Bastrübe]]
Es gibt einige Krankheiten und Schädlinge die speziell das Organ Rübe befallen.
Krankheiten
Schädlinge
Im deutschen Sprachgebrauch versteht man unter Rübe meistens die Zuckerrübe.
Nicht zuletzt bezeichnet der
umgangssprachliche Begriff "Rübe" den menschlichen
Kopf (schließlich kann man auch den als "Speicherorgan" betrachten). Diese Bezeichnung kann sowohl negativ als auch positiv besetzt sein.
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