| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Hauptstadt | Saint-Denis | |
| Einwohner | 776.948 (Juli 2005) | |
| Fläche | 2.517 km² | |
| Bevölkerungsdichte | 308 Einwohner pro km² | |
| Präfekt | Ange Mancini | |
| Präsident des Regionalrates | Paul Vergès | |
| Präsident des Generalrates | Nassimah Dindar | |
| Zeitzone | UTC + 4 | |
| Internet-TLD | .re | |
| Vorwahl | +262 | |
| Karte | ||
| Réunion-Pos.png | ||
| Réunion-Karte.png | ||
Die Insel hat eine Fläche von 2.512 km² und einen Durchmesser von 50 bis 70 km.
Die Insel liegt knapp 800 km östlich von Madagaskar und gehört mit Mauritius und Rodrigues zu den Maskarenen, einer Inselgruppe, die 1511 von Pedro Mascarenhas entdeckt wurde.
Entstanden ist die Insel vor etwa 2 Millionen Jahren, als der Vulkan Piton des Neiges aus dem Indischen Ozean aufstieg. Eine Vulkankette, deren höchste Gipfel der Piton des Neiges (3.069 m) und der noch aktive Piton de la Fournaise (2.631 m) sind, verläuft quer über die ganze Insel (siehe auch: Hot-Spot-Vulkanismus). Im Inneren von La Réunion befinden sich außerdem drei Talkessel, die Cirques von Salazie, Cilaos und Mafate. Letzterer ist sehr abgelegen und nur zu Fuß oder per Hubschrauber zu erreichen.
Das Klima auf Réunion ist tropisch-sommerfeucht, mit einer Regenzeit in den Monaten Dezember bis März. La Réunion weist weltweit die größten Niederschlagsmengen auf. An der Ostküste wurde z.B. am 15. 16. März 1952 1.870 mm Niederschlag in 24 Stunden gemessen. Vergleichsweise hat Österreich einen durchschnittlichen Jahresniederschlag von ca. 1.170 mm
Auf Réunion lebten im Jahr 2004 rund 770.000 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von etwa 305 Einwohner pro km² entspricht.
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus sogenannten Kreolen (etwa 45 %), die mit Europäern vermischte Nachfahren afrikanischer Sklaven sind, Indern (etwa 25 %), Europäern (etwa 30 %), Chinesen (etwa 3 %) und anderen Bevölkerungsgruppen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts war die Insel unbewohnt.
Die anerkannte Amtssprache ist Französisch, doch die Mehrheit der Bevölkerung der Insel spricht eine eigene Kreolsprache, eine teilweise entkreolisierte Form von Kreol-Französisch.
Die große Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Christentum, überwiegend zum römisch-katholischen Glauben (86 %), unter den Indern gibt es Hindus und Muslime, unter den Chinesen Buddhisten.
Die zu diesem Zeitpunkt noch unbewohnte Insel wurde erstmals von arabischen Seefahrern gesichtet, die ihr den Namen Dina Margabin („West-Insel“) gaben. Der portugiesische Seefahrer Diogo Dias landete dort am 9. Februar 1507, dem Namenstag der heiligen Apollonia. Darauf erschien die Insel unter dem Namen Santa Apolonia auf den Karten der Portugiesen. Um 1520 begann man eingedenk ihres Entdeckers, Réunion mit den benachbarten Inseln Mauritius und Rodrigues begrifflich zum Archipel der Maskarenen zusammenzufassen.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die spätere Île de La Réunion zur Zwischenstation englischer und niederländischer Schiffe, die nach Indien unterwegs waren. Schließlich landeten Franzosen auf der Insel, die 1640 im Namen des Königs zu einer französischen Besitzung erklärt und nach seinem Geschlechtsnamen Île Bourbon („Bourbon-Insel“) getauft wurde. Die ersten dauerhaften Siedler ließen sich um 1665 nieder. Der Gouverneur der Insel von 1735 bis 1745, Bertrand François Mahé de La Bourdonnais, trug entscheidend zur weiteren Entwicklung der Île Bourbon bei. Am 19. März 1793 wurde die Insel im Zuge der Französischen Revolution in La Réunion umbenannt. Der neue Name bezieht sich auf die Vereinigung von Revolutionären aus Marseille mit der Nationalgarde in Paris am 10. August 1792 und den nachfolgenden Sturm auf die Tuilerien.
1946 wurde Réunion ein französisches Überseedépartement (département d'outre-mer) und 1982 auch eine französische Überseeregion (région d'outre-mer).
Réunion ist ein französisches Überseedépartement (département d'outre-mer) und gleichzeitig eine französische Überseeregion (région d'outre-mer). Die Amtssprache ist Französisch. Das Département und die Region sind territorial identisch, der Generalrat des Départements und der Regionalrat bestehen jedoch separate Selbstverwaltungsorgane und üben jeweils diejenigen Kompetenzen aus, die in Frankreich in die Zuständigkeit der Départements bzw. der Regionen fallen. Die in die Zuständigkeit des französischen Zentralstaates fallenden Angelegenheiten wiederum unterstehen dem Präfekten.
Bis 2005 wurden auch die nicht zu Réunion gehörenden Îles éparses (Bassas da India, Europa, Îles Glorieuses, Juan de Nova und Tromelin) vom Präfekten von Réunion verwaltet.
Seit 1972 hat Réunion durch weitere Rechte eine größere Unabhängigkeit von Frankreich bekommen. Seit 1997 ist die Insel außerdem eine sogenannte région ultrapériphérique, eine Region in äußerster Randlage der Europäischen Union. Die Hauptstadt Réunions ist Saint-Denis, die mit etwa 160.000 Einwohnern größte Stadt der Insel.
Da Réunion ein französisches Überseedepartement ist, ist der Euro dort offizielles Zahlungsmittel. Aufgrund der Lage von Réunion in der Zeitzone MEZ +3 war die Insel der erste Punkt auf der Erde, wo am 1. Januar 2002 offiziell mit dem Euro eingekauft werden konnte.
Siehe auch: Liste der Präsidenten des Regionalrates von Réunion seit 1983
- style="background:#efefef;" | Arrondissement | Einwohner (1999) | Fläche (km²) | Bev.dichte | Kantone | Gemeinden | - ALIGN="right" | Saint-Benoît | 101.804 | 736 | 138 | 9 | 6 | - ALIGN="right" | Saint-Denis | 236.599 | 423 | 560 | 14 | 5 | - ALIGN="right" | Saint-Paul | 138.551 | 467 | 297 | 10 | 5 | - ALIGN="right" | Saint-Pierre | 229.346 | 878 | 261 | 16 | 8 |
|---|
Französische Region | Französisches Département | Insel (Afrika) | Réunion
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