| Wappen | Karte | ||||
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| Wappenabbildung auf ngw.nl | Räbke-pt.png | ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Helmstedt | ||||
| Geografische Lage: | |||||
| Höhe: | 134 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 11,35 km² | ||||
| Einwohner: | 706 (30. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 38375 | ||||
| Vorwahl: | 05355 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 54 017 | ||||
| Adresse der Samtgemeindeverwaltung: | Steinweg 21a 38373 Süpplingen | ||||
| Website: | www.raebke.de | ||||
- | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Klaus Röhr | |
Räbke ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Nord-Elm im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen, die erstmals 1046 als Redepke urkundlich erwähnt wird. Das Dorf am Nordost-Rand des Elms ist ein beliebter Naherholungsort mit einem ausgedehnten Wanderwegnetz, beginnend im Quellgebiet der Schunter.
Das idyllische Dorf hebt sich mit seinen gut erhaltenden Fachwerkhäusern sowie einem großen Bestand an Linden von den anderen Dörfern der Elm-Börde-Region ab. Die Schunter verläuft zweigeteilt mitten durch den Ort.
Am Ortsrand gibt es ein Freibad mit Campingplatz. Daran grenzt der "Ferienpark Nord-Elm" an mit einer größeren Ferienhaussiedlung.
Die Mühlengründungen gehen auf einen Papiermangel zurück, der 1576 bei der herzöglichen Welfenuniversität zu Helmstedt herrschte. Der Helmstedter Patrizier, Buchhändler und Mäzen Hermann Brandes gründete darauf zur Versorgungssicherheit mehrere Papiermühlen in Räbke. Dies war 1594 zunächst die Mittelmühle (im mittleren Bereich zwischen Schunterquelle und Ort), die von "seiner Fürstl. Gnaden Julius Universität zur Ehren" konzessioniert wurde. Diese Maßnahme führte zu Auseinandersetzungen in einem regelrechten "Mühlenkrieg" mit den Edelherren von Warberg. Im Verlauf kam es wohl auch Gebäudebeschädigungen, denn in Überleiferungen ist die Rede "Einreißung der newen Gebew".
Die Räbker Papierproduktionsstätte lieferte jahrelang in fürstlichem Auftrag das Papier für die Herstellung der 1607 bis 1609 in Helmstedt gedruckten "Braunschweigischen Historischen Handlungen" des Professors Henricus Meibom – ein Mammutwerk und Lieblingsprojekt des Braunschweiger Herzogs Heinrich Julius.
Eine weitere Papiermühle war die Obermühle (unmittelbar unterhalb der Quelle), im 19. Jahrhundert als "Holländische Papiermühle" bezeichnet. Sie arbeitete mit reinstem Wasser, auf das die Papiermacherei besonders angewiesen war. Auch technisch war die Mühle auf der Höhe: 1743 wird sie beschrieben als
Die Räbker Papiermühlen produzierten eine bessere Qualität bei günstigerem Preis als die Konkurrenz der von Honrodtschen Mühlen in Veltheim und Sickte. Die Braunschweigische Landesregierung bevorzugte die Räbker Mittelmühle aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit sogar gegenüber der eigenen herzoglichen Mühle in Oker im Harz. Bei den Grundmaterialien, wie Lumpen, und auch zur Rationalisierung des Herstellungsprozesses wurde in Räbke mit den skurrilsten Materialien experimentiert. Die Wasserzeichen der damals produzierten Papiere trugen den Ortsnamen RAEPKE.