Quo_Vadis_Via_Appia_Rom.jpg Quo vadis ist eine lateinische Phrase mit der Bedeutung „Wohin gehst du?“. Der Legende nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) und erhielt zur Antwort „Venio Romam iterum crucifigi.“ („Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen“). Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangengenommen und gekreuzigt. Diese Situation wird in den Akten des Paulus und der Thekla beschrieben.
Um diese Legende rankt sich der mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete Roman Quo Vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz sowie die darauf basierende US-amerikanische Verfilmung aus dem Jahr 1951, ebenfalls mit dem Titel Quo Vadis. 2001 entstand eine polnische Filmversion von Filmregisseur Jerzy Kawalerowicz. Im Jahre 2005 wurde für die Antikenfestspiele Trier ein gleichnamiges Musical komponiert, das am 16. Juni uraufgeführt wurde.
An der Via Appia, ein wenig außerhalb von Rom, wo die legendäre Begebenheit stattgefunden haben soll, steht heute die Kirche „Quo Vadis” (Chiesa di Santa Maria in Palmis). Hier wird neben einer Büste Sienkiewicz' auch die Kopie eines angeblichen Fußabdrucks Jesu gezeigt.
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