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Quitte
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: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
: Rosenähnliche (Rosidae)
: Rosenartige (Rosales)
: Rosengewächse (Rosaceae)
: Echte Quitte
Wissenschaftlicher Name Cydonia oblonga Mill.

QuittenBluete.jpg

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Die Quitte (Cydonia oblonga) ist die einzige Art der Gattung Cydonia, die zur Unterfamilie Kernobstgewächse (Maloideae) der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Die Quitte verdankt ihren Namen botanisch-wissenschaftlich wie auch in unserem Sprachgebrauch der griechischen Stadt Kydonia, heute Chania, im Nordwesten der Insel Kreta. In Armenien und Persien wächst die Quitte wild.

Beschreibung


C. oblonga ist ein 4 bis 6 Meter hoher Baum, der in Asien und Europa vorkommt. Die Quitte blüht im Mai und Juni und hat weiß bis zartrosafarbene Blüten. Die Blütenblätter sind 2 bis 5 cm lang. Als wärmeliebende Pflanze wird sie bevorzugt in Weinbaugebieten angebaut.

Auch die Frucht heißt Quitte. Im Aufbau ähnelt sie Äpfeln oder Birnen (daher die beiden Zuchtformen Apfelquitte und Birnenquitte). Aus ihr kann man Quittenkompott, Quittengelee oder Quittensaft herstellen. Trotz ihres starken typischen Aromas ist sie für den Rohverzehr nicht geeignet, da sie sehr hart und wenig schmackhaft ist.

Quitten (Quitte A) werden gern als Unterlage für andere Obstbäume insbesondere für Birnen genommen. Die Quitte trägt 4 bis 8 Jahre nach ihrer Pflanzung Früchte. Die Vermehrung der Kultursorten aus Stecklingen oder Abrissen gelingt nur manchmal. Die im Handel erhältlichen Pflanzen sind meist durch Aufpfropfen veredelt.

Inhaltsstoffe


Die Samen enthalten Schleimstoffe, giftiges Cyanid-Glykosid und fettes Öl. Die Quittenfrucht selber enthält sehr viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Gerbstoffe, Gerbsäure, organische Säuren, sehr viel Pektin und Schleimstoffe.

Die Quitte in der Pflanzenheilkunde


Früher wurden die Samen bei Husten und Magen-Darmkatarrhen eingesetzt. Der griechische Arzt Hippokrates empfahl Quittenzubereitungen gegen Durchfall und Fieber. Der römische Arzt Galen setzte Quittensaft zur Stärkung des Magens ein. Überliefert ist von ihm ein Siruprezept bestehend aus Quitten, Honig, Ingwer, Pfeffer und Essig, dass nach seiner Empfehlung zwei bis drei Stunden vor dem Essen einzunehmen war.
Als heilsam wurde auch ein Quittenhonig eingesetzt, der hergestellt wurde, in dem in einem weithalsigen großen Krug Quitten geschichtet wurden, mit Weidenzweigen abgedeckt und dann mit dem feinsten und flüssigstem Honig aufgefüllt wurden. Die Quittenhonigflüssigkeit, die nach diesem Verfahren Römern und Griechen bekannt war, sollte angeblich kränkelnden Personen besonders zuträglich sein.
Quittentee (Quittenkerne mit frischem Wasser aufkochen, auf kleinem Feuer 5 Minuten köcheln lassen und dann abseihen), soll bei Nervosität, Schlaflosigkeit und Mundgeruch helfen. Lässt man die Quittenkerne mit wenig frischem Wasser auf dem Feuer zu einem dicken Schleim einkochen, dann helfen sie äußerlich aufgetragen bei Entzündungen und Wunden.
Eine Schale Quittenmus (Die Quitten mit den gereinigten Schalen zu Mus kochen und möglichst wenig zuckern) vor jeder Mahlzeit soll gegen Gicht helfen.

Quittensorten


Symbolik und Mythologie


Seit jeher gelten die Quitten als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. In der antiken Sagenwelt spielten Götter und Halbgötter mit der Goldfrucht Schicksal. Sie war u.a. die Frucht der Aphrodite und der Gaia. Paris überreichte sie als Preis an Aphrodite als die schönste aller Göttinnen, die ihm die schöne Helena versprach.

Siehe auch


Weblinks


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