Ein Quincke-Ödem (auch Angioödem, angioneurotisches Ödem) ist eine schmerzende, akut auftretende, umschriebene Schwellung im Unterhautgewebe von Haut oder Schleimhaut, die Stunden bis Tage anhalten kann.
Symptome
Innerhalb von Minuten entsteht eine Schwellung, die am häufigsten an Augenlidern, Lippen oder Genitalien vorkommt. Bei Beteiligung der Luftwege, insbesondere der Stimmritze, tritt eine lebensbedrohliche
Atemnot auf, die eine sofortige Behandlung erfordert.
Habe beobachtet, dass die Schwellungen symmetrisch auf den ganzen Körper verteilt (Achseln, Kniekehlen) auftreten.
Ursachen
- Das Quincke-Ödem tritt meist im Rahmen einer Nesselsucht (Urtikaria) auf, z. B. bei allergischer Reaktion.
- angeborener Defekt oder erworbender Mangel eines C1-Esterasehemmers ( autosomal dominant vererbtes Hereditäres Angioödem (HAE)), als Autoimmunerkrankung infolge von z.B. C1-INH Antikörper, Tumor (dann AAE genannt für aquired angio edema), unerwünschte Arzneimittelwirkung z. B. bei ACE-Hemmer (verlängert die Wirkzeit des gefässeerweiternden Bradykinin)
Behandlung
Bei Befall der Luftwege werden
Glukokortikoide (
Kortison-ähnliche Stoffe) und
Allergiemedikamente intravenös verabreicht; in schweren Fällen ist eine
Intubation erforderlich. Ansonsten erfolgt die Behandlung wie bei der Nesselsucht.
Bei C1-INH Mangel sind sowowohl
Glukokortikoide wie auch Antihistaminika wirkungslos. Kurzzeitig zeigen Epinephrine (Adrenalin) durch die vasokonstriktive Wirkung abschwellende Wirkung. Eine effektive Therapie ist aber nur durch C1-INH Ersatz möglich, falls nicht vorhanden, frisch eingefrorenes Blutplasma (fresh frozen plasma) FFP.
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