Hier_entspringt_die_Fulda.JPG]] Quellen sind Orte, an denen Wasser auf natürliche Weise austritt, ohne dass es gepumpt werden muss. Wenn man das Quellwasser durch Baumaßnahmen sammelt, spricht man von einer Quellfassung. Schüttet die Quelle nur zeitweise, spricht man auch von einer Hungerquelle.
Das Quellwasser kommt nicht aus einem Grundwassersee, sondern von oben aus Erd- oder Gesteinsspalten, bzw. durch den unterirdischen Abfluss von Niederschlägen. Die Stellen des Wasseraustritts können auch unter der Erdoberfläche liegen, so dass das Wasser wieder versickert. Manche Quellen lassen sich nicht genau lokalisieren, z.B. in Feuchtgebieten oder in alpinen Hochtälern. Man spricht dann vom Quellgebiet des Gewässers. Bei entsprechendem geologischen Untergrund kann es sich über Dutzende Quadratkilometer erstrecken.
Das Wasser ist in den meisten Fällen versickertes Niederschlagswasser, das durch die verschiedenen Bodenschichten bzw. ihre Porosität gefiltert, gereinigt und mit Mineralien angereichert wird.
Die Qualität des Wassers ist stark von der Dauer des Aufenthalts im Boden abhängig. Man kann bei Quellen oft feststellen, wie lange die Zeit zwischen starken Niederschlägen und einem erhöhten Wasseraustritt ist. Man sagt oft, dass die Quelle anspringt.
Wenn ein Quellwasser nur ein kurze Verweildauer im Boden hat, besteht die Gefahr, dass auch zeitweise Einschwemmungen stattfinden. So waren im Jahr 2003 durch die vorjährigen starken Niederschläge sehr viele Quellen leicht verkeimt. Da der Boden ähnlich wie ein Schwamm mit Wasser "vollgesogen" war, hatte er zu wenig Reinigungskraft, und die Oberflächenkeime gelangten ungehindert bis in die Quelle.
Das Wasser im Erdinneren kann je nach anstehender Geologie sowohl in bewegter als auch unbewegter Form vorliegen. Lockeres und loses Gestein lässt leichte Strömungs- und Fließbewegungen entgegengesetzt zur Erdrotation zu. Diese unterirdischen Wasseransammlungen werden auch als Grundwasser bezeichnet. In nicht lockereren, aber dennoch durchlässigen Gesteinen sammelt sich das sog. Sickerwasser. Vom Fugenwasser spricht man bei amorphen, undurchlässigen Gesteinen, wo das Wasser nur entlang der Schichtfugen, Spaten oder Klüften fließen kann (z.B. Karstgebirge Schwäbische Alb). Bei völlig undurchlässigem Umfeld kann es auch zur Ausbildung von unterirdischen Seen kommen (unbewegtes, stationäres Wasser).
Pramen | Spring (water) | Allikas | چشمه | Lähde | Source (eau) | מעיין | 湧水 | 샘 | Kanî | Bron (water) | Nascente | Izvor | Исток | Källvatten | Витік ріки
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Quelle (Gewässer)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world