| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Quedlinburg.png | Karte_quedlinburg_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Quedlinburg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 123,5 bis 182,6 m ü. NN |
| Fläche: | 78,15 km² |
| Einwohner: | 22.795 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 292 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 06484 |
| Vorwahl: | 03946 |
| Kfz-Kennzeichen: | QLB |
| Gemeindeschlüssel: | 15 3 64 016 |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 06484 Quedlinburg |
| Bürgermeister: | Eberhard Brecht (SPD) |
Quedlinburg, gelegen an der Bode, ist die Kreisstadt des Landkreises Quedlinburg am nördlichen Harz
Sehenswert sind die Altstadt mit Kopfsteinpflaster, verwinkelten Gassen und 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und der Markt mit dem Renaissance-Rathaus und dem Roland sowie das Schloss, romanische die Stiftskirche mit dem Domschatz, die romanische Wipertikirche und der Brühl-Park.
Quedlinburg ist Deutschlands größtes Flächendenkmal und zählt deshalb zu den Welterbestätten der UNESCO.
Erste Äbtissin des Damenstiftes wurde Mathilde, die Tochter Kaiser Ottos I..
Quedlinburg blieb im weiteren Verlaufe des 10. und 11. Jahrhunderts ein reichspolitisch bedeutender Ort. In der bei der Wipertikirche gelegenen kaiserlichen Pfalz fand im Jahr 973 ein glanzvoller Hoftag statt. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Boleslav I., Herzog von Böhmen, und Mieszko I., Herzog der Polanen, die dem Kaiser den Treueid leisteten.
994 verlieh Otto III. dem Stift, das unter der Leitung seiner Tante Äbtissin Mathilde stand, das Markt-, Münz- und Zollrecht. Damit war eine wichtige Bedingung für die weitere städtische Entwicklung Quedlinburgs geschaffen. In den folgenden gut fünf Jahrhunderten nahm Quedlinburg einen bedeutenden wirtschaftlichen und politischen Aufschwung. Die Stadt trat 1384 dem Niedersächsischen Städtebund und 1426 dem Hansebund bei. Aufgrund eines Konflikts der Quedlinburger mit der Äbtissin Hedwig von Sachsen, die sie mit Waffen aus der Stadt vertreiben wollten, kam es jedoch 1477 zu einem Bruch der Entwicklung. Die Stadt wurde von den zwei Brüdern der Äbtissin, den Wettiner Herzögen Ernst und Albrecht, belagert und gestürmt. Quedlinburg musste sich unterwerfen und aus sämtlichen Bündnissen ausscheiden. Der 1440 aufgestellte Roland, Symbol der Marktfreiheit und Zeichen städtischer Unabhängigkeit, wurde gestürzt und zerschlagen und erst 1869 wurde wieder eine Rolandstatue aufgestellt. Nach diesem Konflikt konnte Quedlinburg nicht mehr an seine frühere Bedeutung anknüpfen.
Blick auf Quedlinburg.jpg | Quedlinburg_um_1900.jpg | Quedlinburg_um_2004.jpg
Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich durch die Blumenzucht ein beachtlicher Wohlstand, der städtebaulich in einer Reihe von Jugendstilvillen seinen Ausdruck fand.
Seit 1936 profanierte Heinrich Himmler die Wipertikirche und die Kirche St. Servatii auf dem Schlossberg. Diese wurde zur Weihestätte der SS. Hintergrund war der 1000. Todestag Heinrichs I., dessen Grablege sich dort befindet. Heinrich Himmler selbst betrachtete sich als Wiedergeburt König Heinrichs.
Zwar gab es kaum nennenswerte Kriegszerstörungen, doch reichten die Bemühungen durch die DDR nach 1945 nicht aus, den drohenden Verfall zu stoppen (zum Beispiel durch Einsatz erfahrener polnischer Restauratoren und Bauleute). Die ursprünglichen Planungen der DDR, die Altstadt niederzureißen und durch sozialistische Plattenbauten zu ersetzen, scheiterten an Geldmangel. Ein anfänglicher Versuch von angepassten Neubauten ist in der Schmalen Straße nördlich des Marktes zu sehen. Erst nach der Wiedervereinigung 1989 wurden zielstrebig Maßnahmen getroffen, um die Fachwerkbauwerke zu bewahren.
Bereits zu DDR-Zeiten, im Jahre 1986, wurde die Lyonel Feininger-Galerie eröffnet, mit Werken des berühmten Bauhaus-Künstlers, die vom Quedlinburger Hermann Klumpp, einem ehemaligen Schüler des Bauhauses, vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten bewahrt worden waren.
Als seltenes Beispiel US-amerikanischen Kriegsraubs gelangten seit 1989 Teile des Domschatzes nach Deutschland zurück, die der US-Leutnant Joe Meador 1945 nach Texas gebracht hatte. Seit 1993 ist in der romanischen Stiftskirche St. Servatius der berühmte Domschatz wieder nahezu komplett zu besichtigen. Marktplatz Quedlinburg.jpg
Zur Tausendjahrfeier der Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechtes wurden große Teile der Quedlinburger Altstadt und der Königshofkomplex im Dezember 1994 auf die Liste der Welterbestätten der UNESCO gesetzt.
Von 1989 bis 2005 gelang durch verschiedene Förderprogramme die Sanierung von etwa 650 der insgesamt 1200 denkmalgeschützten Quedlinburger Fachwerkhäuser. Die Sanierung der verbliebenen etwa 550 Fachwerkhäuser bleibt für die Stadt eine bedeutende Aufgabe der kommenden Jahre.
Die Selketalbahn der Harzer Schmalspurbahnen wurde bis Ende Dezember 2005 um 8,5 km von Gernrode (Harz) nach Quedlinburg verlängert. Die bestehende Normalspurstrecke wurde dazu auf Meterspur umgespurt. Ab dem 26. Juni 2006 wird der regelmäßige schmalspurige Zugverkehr von und nach Quedlinburg aufgenommen.
Quedlinburg Roland.jpg vor dem Rathaus]]
Regelmäßige Veranstaltungen
Ort in Sachsen-Anhalt | Ehemaliger Residenzort in Sachsen-Anhalt | Weltkulturerbe in Deutschland
Quedlinburg | Quedlinburg | Quedlinburg | Quedlinburg | 크베들린부르크 | Quedlinburg | Quedlinburg (stad) | Quedlinburg | Quedlinburg | Кведлинбург | 奎德林堡
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