| Eigenschaften |
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| Gold - Quecksilber - Thallium | - | Cd Hg Uub | |
- | Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 192Hg | {syn.} | 4,85 h | ε | 0,700 | 192Au | - | 193Hg | {syn.} | 3,80 h | ε | 2,340 | 193Au | - | 194Hg | {syn.} | 444 a | ε | 0,040 | 194Au | - | 195Hg | {syn.} | 9,9 h | ε | 1,510 | 195Au | - | 196Hg | 0,15 % | Hg ist stabil mit 116 Neutronen | - | 197Hg | {syn.} | 64,14 h | ε | 0,600 | 197Au | - | 198Hg | 9,97 % | Hg ist stabil mit 118 Neutronen | - | 199Hg | 16,87 % | Hg ist stabil mit 119 Neutronen | - | 200Hg | 23,1 % | Hg ist stabil mit 120 Neutronen | - | 201Hg | 13,18 % | Hg ist stabil mit 121 Neutronen | - | 202Hg | 29,86 % | Hg ist stabil mit 122 Neutronen | - | 203Hg | {syn.} | 46,612 d | β- | 0,462 | 203Tl | - | 204Hg | 6,87 % | Hg ist stabil mit 124 Neutronen | - | 205Hg | {syn.} | 5,2 min | β- | 1,531 | 205Tl | - | 206Hg | {syn.} | 8,15 min | β- | 1,308 | 206Tl |
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- | 199Hg | 201Hg | - | Kernspin | 1/2 | -3/2 | - | gamma / rad/T | 4,769 · 107 | 1,765 · 107 | - | Empfindlichkeit | 0,00567 | 0,00144 | - | Larmorfrequenz bei B = 4,7 T | 35,7 MHz | 13,2 MHz |
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Das chemische Element Quecksilber ist ein Metall. Es ist das einzige Metall und neben Brom das einzige Element, das bei Raumtemperatur und -druckverhältnissen flüssig ist. Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung benetzt Quecksilber seine Unterlage nicht, sondern bildet abgeplattete einzelne Tröpfchen (Kohäsion). Es ist wie jedes andere Metall elektrisch leitfähig.
Quecksilber bedeutet ursprünglich lebendiges Silber (althochdeutsch quecsilbar zu germanisch kwikw „lebendig“). Das chemische Symbol des Quecksilbers ist Hg. Das ist die Abkürzung von hydrargyrum, zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern hydor „Wasser“ und argyros „Silber“, sowie dem lateinischen Suffix -um. Der Ausdruck ist somit latinisiertes Griechisch und kann mit „flüssiges Silber“ übersetzt werden.
Die Frage, warum Quecksilber flüssig ist, findet sich in der Betrachtung der Bindung zwischen den Quecksilberatomen. Quecksilber hat eine einmalige Elektronenkonfiguration, die keine stabile Bindung zwischen den einzelnen Atomen zulässt. Die Atome aller anderen bei Raumtemperatur festen Metalle werden durch das sogenannte Elektronengas elektrostatisch zusammengehalten, welches aus delokalisierten Elektronen der äußeren Schale der Atome besteht. Die Metallbindung kommt durch sogenannte Bänder zustande, welche sämtliche Elektronen eines Energieniveaus enthalten. Solche Bänder werden benötigt, um das Pauli-Prinzip zu erfüllen. Bei der metallischen Bindung springen Elektronen vom Valenzband, dem energetisch am höchsten liegenden mit Elektronen vollbesetzte Band, ins Leitungsband, dem nicht komplett aufgefüllten Band, und zurück. Durch diese Wechselwirkung werden die Atome zusammengehalten. Als Element der 12. Gruppe des PSE besitzen Quecksilberatome komplett gefüllte s- und d-Orbitale, was eine sehr stabile und energetisch günstige Konstellation bedeutet. Das Leitungsband ist leer. Bei Zink und Cadmium, die in der selben Gruppe des PSE wie Quecksilber stehen, jedoch bei Raumtemperatur fest sind, ist der energetische Unterschied zwischen dem Valenzband zum Leitungsband so gering, dass Elektronen problemlos vom Valenz- ins Leitungsband springen können. Es kommt zu einer metallischen Bindung. Die Besonderheit bei Quecksilber liegt in dem zusätzlichen f-Orbital, was Zink und Cadmium nicht besitzen. Während Zink und Cadmium jeweils 12 Elektronen in der äußersten Schale haben, hat Quecksilber 26 darin. Aufgrund der Lanthanoidenkontraktion und des relativistischen Effekts kommt es zu einem Massezuwachs und einer besseren Abschirmung der Kernladung. Besetzte Orbitale werden so näher an den Kern herangezogen, so das Valenzband des Quecksilbers. Unbesetzte Orbitale, das Leitungsband, werden nicht näher an den Kern gezogen, was zu einer gewaltigen Energiedifferenz zwischen Valenz- und Leitungsband führt, die bei Zink und Cadmium nicht auftritt. So können kaum Elektronen das Elektronengas, also auch keine genügsame Bindung, ausbilden. Dies erklärt zugleich auch die leichte Flüchtigkeit und die für Metalle schlechte Leitfähigkeit des Quecksilbers.
| Verbindung | Formel | griechisch-lateinisch | lateinisch |
|---|---|---|---|
| Quecksilber(II)-cyanid | Hg(CN)2 | Hydrargyrum cyanatum | Mercurius cyanatus Mercuricyanid |
| Quecksilber(II)-jodid | HgJ2 | Hydrargyrum bijodatum rubrum | Mercurius bijodatus Mercurius jodatus ruber |
| Quecksilber(I)-chlorid Quecksilberchlorür Calomel | Hg2Cl2 | Hydrargyrum chloratum | Mercurius dulcis Mercurius chloratus |
| Quecksilber(II)-chlorid Sublimat | HgCl2 | Hydrargyrum bichloratum | Mercurius sublimatus corrosivus Mercurius corrosivus |
| Quecksilberamidonitrat (Mercuroamidonitrat), Quecksilber, Quecksilber(I)-oxid | NH2Hg2NO3, Hg,Hg2O | Hydrargyrum oxydulatum nigrum (Hahnemanni) | Mercurius solubilis (Hahnemanni) |
| Quecksilber(II)-sulfid Zinnober | HgS | Hydrargyrum sulfuratum rubrum | Mercurius sulfuratus ruber |
Präparate: Otovowen.
In manchen Ländern werden/wurden quecksilber-organische Verbindungen zum Beizen von Saatgut verwendet. Dabei kam es im Irak 1971-1972 zu Massenvergiftungen infolge des Verzehrs von Saatgut.
Verwendung findet das Metall weiterhin in Knopfzellen, Quecksilberdampflampen, Energiesparlampen. Früher wurde es auch in manchen Röhren der Elektronik wie Quecksilberdampfgleichrichtern, Ignitrons, Excitrons usw. verwendet. Daneben wird es auch in Neigungsschaltern und Neigungsmessern eingesetzt.
Quecksilber wurde in der Vergangenheit neben Wasser als Arbeitsmittel in Dampfkraftwerken verwendet. Der Dampf des Metalles erreichte dabei eine Temperatur von 500 °C bei einem Druck von 10 bar. Trotz seiner thermodynamischen Vorteile setzte sich das Verfahren wegen der Giftigkeit des Metalles nicht durch.
Quecksilber findet (bzw. fand vor allem in der Vergangenheit) auch Verwendung als Arbeitsmittel in Diffusionspumpen zur Erzeugung von Hochvakuum.
In der Astronomie wird Quecksilber zum Bau relativ preisgünstiger Teleskope mit großer Spiegelfläche verwendet: Quecksilber wird in einen tellerförmigen, luftgelagerten Spiegelträger gefüllt der dann in Rotation versetzt wird. Durch die Rotation verteilt sich das Quecksilber auf der gesamten Spiegelträgerfläche in dünner Schicht und bildet einen nahezu perfekten Spiegel.
Die Eigenschaft von Quecksilber, sich wie eine nichtbenetzende Flüssigkeit zu verhalten (Ausnahme in Verbindung mit Kupfer), ist Grundlage für die Quecksilber-Porosimetrie. Hierbei wird, vereinfacht gesagt, Hg unter Druck (0 bis 4000 bar) in Poren unterschiedlicher Größe gedrückt. Über den aufgewendeten Druck und das dabei „verbrauchte“ Hg können Aussagen über die Beschaffenheit, Form, Verteilung und Größe von Poren und Hohlräumen gemacht werden. Anwendung findet diese Methode unter anderem in der Mineralogie, Pharmazie und den Keramik-Wissenschaften.
Joan Miro hat unter anderem einen Quecksilberspringbrunnen gebaut. Um das Jahr 1000 gab es in den Palästen der Kalifen von Cordoba (Medina az-Zahra), Kairo und Bagdad mit Quecksilber gefüllte Becken, die für das Spiel mit Lichtwirkungen genutzt wurden, außerdem in großen Porphyrmuscheln angelegte Quecksilberteiche (für Kairo sind 50 Ellen im Quadrat überliefert).
(Redoxreaktion: Quecksilberkationen oxidieren Kupfer zu Kupferionen und Quecksilber; letzteres bildet mit dem Kupferblech eine Legierung, Kupfer-Amalgam. Silbersalze bilden ebenfalls Flecke, jedoch ist das hier entstehende Silber fest und somit abwischbar; Silber wird daher besser mit Salzsäure als Chlorid gefällt, welches in verdünntem Ammoniak löslich ist; s.o.).
Ein weiterer Nachweis wird die Glühröhrchen oder Glührohrprobe verwendet. Dabei wird die zu analysierende Substanz mit etwa der gleichen Menge Soda vermengt und im Abzug geglüht. Quecksilber scheidet sich dann als Tröpfchen an der Reagenzglaswand ab. Diese Tröpfchen kann man dann mit einem Papierröllchen zu kleinen Perlen verreiben.
Weitere Nachweise sind: Kalomel (Hg2Cl2) oder schmelzbares Präzipitat sowie unschmelzbares Präzipitat.
Chemisches Element | Gruppe-12-Element | Periode-6-Element | Übergangsmetall | Schwermetall | Gift
زئبق | Живак | Mercuri (element) | Rtuť | Kviksølv | Υδράργυρος | Mercury (element) | Hidrargo | Mercurio (elemento) | Elavhõbe | Merkurio (elementua) | Elohopea | Mercure (chimie) | Mercurio (elemento) | כספית | Živa | Higany | Merkurio | Kvikasilfur | Mercurio (elemento) | 水銀 | margu | 수은 | Zîbeq | Hydrargyrum | Gyvsidabris | Dzīvsudrabs | Konuoi | Raksa | Kwik | Kvikksølv | Kvikksølv | Mercuri | Rtęć | Mercúrio (elemento químico) | Ртуть | Mercury (element) | Ortuť (nerast) | Živo srebro | Жива | Kvicksilver | ปรอท | Cıva | Ртуть | Thủy ngân | 汞
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