Als Quartiere bezeichnet der Archäologe die Unterteilungen des Kammerbodens einer Megalithanlage durch senkrecht aufgestellte Steinplatten. In Schweden wird dabei von Sektionen gesprochen. Besonders intensiv gegliedert sind im Nordkreis die Kammerdielen in den Anlagen von Mecklenburg-Vorpommern und Schweden.
Die zwischen 0,3 m² und über 1,5 m² großen Bereiche kommen bis zu 15 Mal vor. Viele Kammern haben aber stattdessen durchgängige, ungeteilte Dielen. Bei anderen (insbesondere in Dänemark vereinzelt auch in Schleswig-Holstein) sind nur die Enden abgeteilt, so dass sich ein dreigeteilter Boden ergibt. Eine geringe Parzellierung, meist sind es Plattenreihen die die beiden Giebelseiten separieren, verfügen der Denghoog auf Sylt (nur an seiner Ostseite) und das Ganggrab im Rævehøj bei Slots Bjergby, nahe Slagelse auf Seeland dessen Boden beidseitig durch eine Plattenreihe unterteilt ist.
Auch bei schwedischen Ganggräbern und megalithischen Steinkisten sowie bei hessisch-westfälischen Galerien ist die Parzellierung vertreten bzw. obligatorisch. In Mecklenburg wurden sie von E. Schuldt sowohl als primäre als auch sekundäre Installationen erkannt, so dass am Anfang der Entwicklung offenbar die quartierlosen Dielen standen. Der Zeitraum, während dem die Trennwände entstanden, ist jedoch nur ungenau eingrenzbar. Da eine Nachnutzung in unparzellierte Anlagen erfolgte, fallen Trenneinbauten eher in die Nutzungsmitte.
Im Gebiet von Hagestad im Südosten der schwedischen Provinz Schonen besitzt das Ganggrab von Carlshögen zwei übereinander liegende Dielen. Die obere, also sekundäre, etwa um 2.100 v. Chr. erstellte, somit nicht mehr trichterbecherzeitliche Diele, weist keine Parzellierung auf. Einige Dezimeter darunter liegt die neunfach unterteilte etwa 3.000 v. Chr. entstandene Primärdiele. Da die Dielen innerhalb der neun Sektionen von Carlshögen aus uneinheitlichem Material bestehen, liegt nahe, dass sie sukzessiv entstanden bzw. in dieser Marnier mit einer Dielung versehen wurden. Die fragmentarische Quartiereinteilung von Katelbogen, Krs. Bützow stützt die Vermutung einer sukzessiven Dielengestaltung.
Quartierähnliche Unterteilungen des Innenraumes von Megalithanlagen finden sich auch außerhalb des Nordkreises, z.B. bei den schottischen Stalled Tombs
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"Quartier (Archäologie)".
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