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(50000) Quaoar ist der Name eines Transneptunischen Objekts im Kuipergürtel. Bevor er den Namen Quaoar erhielt, wurde er unter der vorläufigen Bezeichnung 2002 LM60 geführt. Entdeckt wurde der Asteroid am 4. Juni 2002 von den Astronomen Chad Trujillo und Mike Brown am California Institute of Technology in Pasadena, USA von denen er auch benannt wurde. Der Name Quaoar (gesprochen „kwah-o-wahr“) entstammt dem Schöpfungsmythos der nordamerikanischen Tongva-Indianer, die in der Gegend um Los Angeles leben. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat die Namensgebung mittlerweile offiziell bestätigt.

Eigenschaften


Quaoars Durchmesser wurde, unter anderem mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskopes, zu 1250 ± 50 km bestimmt. Damit war er, bis zur Entdeckung von (90482) Orcus und (90377) Sedna, das größte seit Pluto entdeckte Objekt im Sonnensystem. Quaoar ist größer als alle im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindlichen Asteroiden zusammen. Sein Durchmesser beträgt etwa ein Zehntel dessen der Erde beziehungsweise ein Drittel dessen des Erdmondes. Er umkreist die Sonne in einer fast perfekten Kreisbahn in etwa 6 Milliarden Kilometer Entfernung (43 AE; Perihel 41,914 AE - Aphel 44,896 AE), welche 7,983° gegen die Ekliptik geneigt ist. Die Umlaufdauer beträgt rund 286 Jahre.

Geschichte


Der Asteroid wurde bereits 1982 von dem Astronom Charlie Kowal fotografiert, aber nicht als solcher identifiziert.

Im Dezember 2004 gelang mit dem japanischen 8-m-Teleskop Subaru der Nachweis von kristallinem Wassereis und auch Ammoniakhydrat in der Oberfläche von Quaoar. Dies ist sehr überraschend, da man bei einer Oberflächentemperatur von 50 Kelvin eigentlich nur amorphes Eis ohne Kristallstruktur vermuten würde. Es sind Temperaturen bis zu 110 Kelvin notwendig um den Prozess zu erklären. Nun wird vermutet, dass sich im Inneren von Quaoar noch genügend Radioaktivitätswärme befindet um die Temperaturen zu erzeugen. Es entsteht dabei eine Art Kryovulkanismus, wie auch auf einigen Uranusmonden.

Die Entdeckung von Quaoar schwächt Plutos Status als Planet, zumal Astronomen weitere Objekte von Quaoars Größe im Kuipergürtel vermuten. Mittlerweile wurde mit 2003 UB313 dort sogar ein Objekt gefunden, das größer als Pluto ist.

Sichtbarkeit


Amateurastronomen benötigen zur Beobachtung die genauen Koordinaten, ein 40-Zentimeter-Teleskop sowie zur Dokumentation eine Kamera. Auf Aufnahmen von hintereinander folgenden Nächten ist der Asteroid als langsam wandernder Punkt zu erkennen.

Sonstiges


Einige Fans des Romans Per Anhalter durch die Galaxis setzten sich vergeblich dafür ein, den damals noch als 2002 LM60 bekannten Himmelskörper Rupert zu nennen, als Hommage an Douglas Adams, den Autor des Buchs (Im Roman ist Rupert der Spitzname für den fiktiven 10. Planeten Persephone).

Siehe auch


Weblinks


Kuipergürtelasteroid

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