| Quagga | ||||||||||||
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| Quagga.jpg | ||||||||||||
| : | Laurasiatheria |
| : | Unpaarhufer (Perissodactyla) |
| : | Pferde (Equidae) |
| : | Equus |
| : | Steppenzebra (Equus quagga) |
| : | Quagga |
Die ursprüngliche Beschreibung des Quaggas nannte das Tier eine "Mischform aus Pferd und Zebra", was die äußere Erscheinung gut wiedergibt, aber nichts mit den tatsächlichen Verwandtschaftsverhältnissen zu tun hat. Kräftig schwarz-weiß gestreift waren lediglich Kopf und Hals. Zum Rumpf hin wurden die Streifen blasser und die Zwischenräume dunkler und verschmolzen zu einem einfarbigen Rotbraun. Die Beine waren nicht gestreift.
Wann genau das Quagga ausstarb, scheint unklar zu sein. Jedenfalls berichtet der deutsche Schutztruppenoffizier Victor Franke in seinen Tagebuchaufzeichnungen noch 1901 von kleineren Quaggaherden, die er im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) beobachtet hat. Franke unternahm als Oberleutnant über Jahre hinweg viele Ritte und "Expeditionen" im ganzen Schutzgebiet. Unterwegs lebte seine Mannschaft auch von Jagderfolgen. Franke berichtet aber an mehreren Stellen, dass er es nicht über sich brachte, auf die wunderschönen und herrlichen Tiere (die Quaggas) zu schießen. Sie müssen großen Eindruck auf den sonst sehr praktisch denkenden Jäger, der aber auch ein ausgemachter Tierfreund war, gemacht haben.
Schon in den 1960ern wurde es gelegentlich als Unterart des Steppenzebras eingeordnet. Aber 1980 versuchte sich D.K. Bennett an einer Analyse der Schädelform und kam zu dem Schluss, dass das Quagga mit dem Hauspferd wesentlich näher verwandt sein müsse als mit jeder Zebra-Art.
Um die Frage endgültig zu klären, wurden 1984 vier alten Museumsexemplaren Gewebeproben entnommen, aus denen DNA-Fragmente extrahiert werden konnten. Diese waren mit Proben des Steppenzebras nahezu identisch, so dass der Schluss gezogen wurde, dass das Quagga eine Unterart des Steppenzebras war. Nach dieser Entdeckung wurde ein Projekt gestartet, um Quaggas durch Rückzüchtung aus südlichen Steppenzebras zu gewinnen.
Dieser Schluss ist allerdings immer noch nicht gänzlich unumstritten. So kritisieren Mace A. Hack, Rod East und Dan I. Rubenstein in ihrer Analyse für die IUCN (Status and Action Plan for the Plains Zebra), dass eine genetische Analyse auf Basis so fragmentarischer Proben kaum aussagekräftig sei und dass dem Quagga wegen seiner farblichen und formlichen Andersartigkeit der Status einer eigenen Art eingeräumt werden müsste.
Eine neuere Studie von Jennifer Leonhard (Smithsonian Institution) an Genmaterial von acht Museums-Exponaten hat ergeben, dass sich das Quagga vor ca. 120.000 bis 290.000 Jahren vom Steppenzebra abzweigte. Da in dieser Zeit die Eisbedeckung der Erde besonders hoch war, erörtert die Wissenschaftlerin, dass ein Klimawechsel die Ursache für diese Aufzweigung gewesen sei könnte ("nature" vom 14. Juli 2005, S.155).
Der Name "Quagga" wurde einer Sprache der Khoi Khoi (auch bekannt als "Hottentotten") entlehnt. Das Doppel-G wurde ursprünglich als kehliges "ch" ausgesprochen, was heute aber nicht mehr getan wird. Angeblich leitet sich der kehlige Laut vom Ruf des Quaggas ab. Da es aber keine Tonaufzeichnungen der Tiere gibt, ist dies heute nicht mehr eindeutig nachzuvollziehen.
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