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William Hogarth 036.jpg, um 1743-1745]] F_A_Maulbertsch_Quacksalber.jpg: Der Quacksalber, vor 1785]] Im Volksmund wird der Begriff des Quacksalbers für Personen benutzt, die ohne einen festen Praxisraum der Heilkunde nachgehen und dafür eine Vergütung verlangen oder erhalten.

Der Begriff geht auf die niederländischen Wörter "kwakken" (wie eine Ente schnattern, prahlen) und "zalver" (Salbenverkäufer, salben) zurück.

Im Mittelalter gehörten Quacksalber zum fahrenden Volk und boten in prahlerischer Manier ihre Dienste an. Heute bezeichnet man damit meist Leute, die in laienhafter oder extrem fragwürdiger Art Kranke behandeln (auch Kurpfuscher genannt)

"Des Quacksalbers Praktik sei so gut,
daß sie allen Siechtum heilen tut...
Solch Narr kann dich in'n Abgrund stürzen,
eh du's gemerkt, dein Leben kürzen!"
Sebastian Brant

Beispiele


  • Hugo Fried (1890-1938), mit seiner ungewöhnlichen Behandlungsmethode, die auf einer Art Hypnose oder „Magnetismus“ mit Handauflegen beruhte, schien er Erfolg zu haben. In der Kurklinik Baden wurde ihm dafür sogar ein eigener Behandlungsraum eingerichtet. Da er jedoch keine ärztliche Approbation besaß, zog er einen befreundeten Mediziner zu seinen Behandlungen hinzu. Dennoch wurde ihm in den Jahren 1930 bis 1932 der Prozess wegen Kurpfuscherei gemacht, den er in erster Instanz verlor.

  • Sebastian Kneipp (1821-1897), 1854 wurde K. als Kaplan nach Augsburg versetzt. Dort wurde er der Kurpfuscherei verdächtigt und bekam vom Bischof seine erste Rüge wegen unerlaubter Ausübung der Heilkunde.

  • Theodor Reik (1888-1969), 1925 wurde Reik wegen Kurpfuscherei angeklagt, weil er als Nichtarzt Psychoanalyse ausübte. Dies veranlaßte Freud 1926, seine berühmte Arbeit „Die Frage der Laienanalyse“ zu verfassen.

Im einem erweiterten Sinne zählen auch alle modernen Wunderheiler dazu, die unter Zuhilfenahme esoterischen (Halb-)Wissens und fragwürdiger Maßnahmen (Magnetismus, Kräuterpillen, Handauflegen) ernsthafte Erfolge bei der Heilung von Krankheiten versprechen. Praktiken wie beispielsweise Elektroakupunktur, Reiki, Homöopathie, Bachblüten, die GNM, Schüßler-Salze oder die Kraniosakraltherapie werden von vielen Fachleuten zur Quacksalberei gezählt.

Literatur


  • Carsten Timmermann: Wer darf heilen und wer nicht? 'Kurpfuscherei' und die Krise der Medizin in der Weimarer Republik, in: Oliver Hochadel u. Ursula Kochel (Hrsg.): Lügen und Betrügen. Das Falsche in der Geschichte von der Antike zur Moderne
    Böhlau, Köln/Weimar/Wien, 2000, S. 133-149, ISBN 34-1206-900-0

Siehe auch


Doktor Eisenbarth, Scharlatan

Täuschung | Medizingeschichte

Quackery | Quack | 偽医療 | Kwakzalverij | Kvakksalver | Kvacksalvare

 

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