Pytalowo (russ. Пыталово) ist eine Stadt in der heutigen Russischen Föderation. Sie gehört zur Region Pskow. Im Jahr 2005 hatte die Stadt 6.615 Einwohner.
In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts begann der Bau der Eisenbahnlinie Sankt Petersburg-Warschau und damit ging der Bau der Stationen entlang der Strecke. Der nächstliegende Streckenabschnitt von Ostrow bis Rezekne war für damalige Verhältnisse recht lang. Es wurde beschlossen, sogenannte "Halbstationen" (Haltepunkte) zu errichten. Nachdem nun in unmittelbarer Gutsnähe ein Haltepunkt der Eisenbahnlinie errichtet wurde, nannte man ihn Pytalowo. Dies war der Entstehungszeitpunkt der Stadt Pytalowo. Ab 1881 wurde der Haltepunkt als gewöhnliche Bahnstation geführt. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde der Bahnhof umfangreich ausgebaut und sowohl von deutscher als auch von russischer Seite wiederholt eingenommen.
Als Bestandteil des Lettisch-Sowjetischen Friedensvertrages von 1920 ging ein Teil des Ujezd Ostrow mit Pytalowo an Lettland und die Stadt wurde 1925 in Jaunlatgale, 1938 in Abrene umbenannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gliederte die Sowjetunion Abrene und einen Teil des Landkreises in die Region Pskow ein. Die meisten Einwohner lettischer Abstammung wurden vertrieben und die Stadt in Pytalowo zurückbenannt.
Mit der erneuten Unabhängigkeit Lettlands 1991 versuchte der Staat zunächst, die Stadt als Abrene zurückzubekommen, was jedoch am internationalen Druck scheiterte. Angeblich soll eine Volksbefragung durchgeführt worden sein, die mehrheitlich für die Zugehörigkeit zu Russland sprach.
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