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Pyramids of Egypt1.jpg, links Mykerinos, mitte Chephren und rechts Cheops]]

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza). Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike.

Baugeschichte


Die Pyramiden entstanden etwa zwischen 2580 bis 2500 v. Chr. unter der vierten ägyptischen Königsdynastie auf einem Kalksteinplateau (~ 1000 x 2000 m), einem Ausläufer der westlichen Wüste. Mit den Pyramiden entstanden Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Grabfelder und Arbeiterdörfer.

Die größte und vermutlich bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Er regierte etwa 2589 bis 2566 v. Chr. Die mit Kalksteinplatten verkleidete Cheops-Pyramide ist 146,6 m hoch, ihre Seiten sind 230,3 m lang, ihr Neigungswinkel beträgt 51°52'. Sie besteht aus 3 Millionen Steinblöcken, deren Gewicht beträgt jeweils 2,5 t. Im Inneren befindet sich die Große Galerie, 8,5 m hoch und 47 m lang. Den Bau der Pyramide leitete der Baumeister Hemiun.
Die mittlere der drei Pyramiden ist die des Pharao Chephren. Er regierte etwa 2558 bis 2532 v. Chr. Die Chephren-Pyramide ist 143,5 m hoch, ihre Seiten sind 215,3 m lang, ihr Neigungswinkel beträgt 52°20'. Sie verfügt über einen reliefgeschmückten, 400 m langen Aufweg, daneben befindet sich der Große Sphinx.
Die kleinste der drei Pyramiden ist die des Pharao Mykerinos. Er regierte etwa 2532 bis 2503 v. Chr. Die Mykerinos-Pyramide ist 62 m hoch, ihre Seiten sind 108 m lang, ihr Neigungswinkel beträgt 51°'.

Theorien


Die verbreitete Theorie zur Funktion der Pyramiden besagt, dass diese als Grabstätten dreier Pharaonen gedacht waren. Sie bilden das Zentrum einer riesigen Nekropole des Alten Reiches. Daneben ist auch die Theorie, nach der die Pyramiden vor allem einer rituellen Funktion dienten, verbreitet.

Entgegen früherer Annahmen ist man heutzutage der Ansicht, dass keineswegs eine Armee von Sklaven diese Bauwerke errichtet hat. Vielmehr sollen sie von Bauern aus dem ganzen Land, die in der unfruchtbaren Jahreszeit des Ackerbaus zu dieser Arbeit herangezogen wurden, erbaut worden sein.

Neuzeit


Mit Napoleons Ägyptenfeldzug 1798-99 beginnt die wissenschaftliche Erforschung der Pyramiden. Sie beeinflusst den europäischen Stil des Empire.

Unter der Leitung von Auguste Mariette finden 1860 Ausgrabungen statt.

1979 wurden die Pyramiden und der Sphinx von Gizeh als Kulturdenkmal von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Bilder


Bild:PyramidenVonGizeh.jpg|Pyramiden von Gizeh Bild:Egypt.Giza.Sphinx.01.jpg|Sphinx vor der Chephren-Pyramide Bild:PyramidsofGiza at night.jpg|bei Nacht

Siehe auch


Literatur


  • Timmer, Joachim: Die drei großen Pyramiden auf dem Plateau von Gisa. Eine Untersuchung auf den Spuren der Geometrie der alten Ägypter. (2005). ISBN 3-86553-112-1

Weblinks


Weltkulturerbe (Afrika) | Archäologie (Ägypten) | Archäologischer Fundplatz in Ägypten | Pyramide | Weltwunder der Antike | Architekturikone

Piràmides d'Egipte | Πυραμίδες της Γκίζα | Giza pyramid complex | Pyramides d'Égypte | Piramide | Egyptische piramiden | Piramida (architektura) | Египетские пирамиды | 金字塔

 

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