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Als Putz bezeichnet man den Belag aus Mörtel, der an Außen- und Innenwänden sowie Decken aufgebracht wird. Je nach Einsatzart erfüllt der Putz verschiedene Zwecke, z.B. Glättung zum Fliesen, Streichen und Tapezieren, Regulierung der Raumfeuchte bei Innenputzen, Wärmedämmung und Wasserabweisung bei Außenputzen.

Die Mörtel sind Gemische aus Bindemitteln und einem Zuschlag bis vier Millimetern Korngröße. Die Bindemittel (normalerweise Kalkhydrat, Zement, Gips oder Anhydrit) entscheiden über die Eigenschaften des Mörtels.

Der Handwerker, der den Putz verarbeitet, ist der Stuckateur, regional auch der Maurer oder in Bayern der Putzer. Wird in Rheinhessen vom Weisbinder (Maler) miterledigt.

Materialien und Verarbeitung


Putze können aus vielerlei Materialien bestehen. Im allgemeinen aber bestehen sie wie Mörtel aus Bindemittel und Zuschlagstoffen, wobei Putze geringere Anteile von Bindemitteln haben, da sie eine nur geringe Tragfähigkeit benötigen. Am weitesten verbreitet sind Kalkputze und Zementputze, aber auch Kunststoff-, Lehm-, Silikat- und Gipsputze finden Verwendung. Der Gipsputz darf nur im Innenbereich verwendet werden (wobei es auch Ausnahmen gibt: durch entsprechende Additive ist Gips auch an der Fassade haltbar). Oft werden Kalk und Zement gemischt, um die Verarbeitungseigenschaften zu verbessern.

Putze werden häufig mehrschichtig aufgetragen. Um die Bildung von Rissen im Putz zu verhindern, ist eine Armierung (Bewehrung) notwendig. Hierzu wird Glasfasergewebe in eine Putzschicht eingearbeitet. Dies ist übrigens nicht nur bei der Altbausanierung angebracht, sondern auch im Neubau, wenn hoch wärmedämmende Wandbildner (z.b. Ziegelmauersteine) zum Einsatz kommen.

Varianten


Je nach Oberflächenbeschaffenheit des fertigen Putzes spricht man von Reibe-, Struktur- oder Streichputz. Die unterschiedlichen Oberflächen entstehen durch verschiedene Korngrößen der Zuschlagstoffe und/oder die Art der Verarbeitung.

Eine besondere Form des Putzes ist das Fresko, bei dem der noch frische Putz bemalt wird. Dabei dringt die Farbe tiefer in das Trägermaterial ein als bei anderen Techniken der Malerei, was zu besonders langer Haltbarkeit der Kunstwerke führt.

In Wasserbauwerken wie Schwimmbecken oder Klärbecken kann Putz auch zur Abdichtung des Mauerwerkes dienen. Dabei kommen spezielle wasserdichte Putze zum Einsatz.

Wichtige Regelwerke


  • VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) DIN 18345 Wärmedämm-Verbundsysteme.
  • DIN 18350: Putz- und Stuckarbeiten
  • DIN 18550: Putz (T1-T3)
  • DIN V 18550:2005-04 Putz- und Putzsysteme - Ausführung

Siehe auch


Knauf Gips

Weblinks


Eine Baumarktinfo

RICHTLINIEN FÜR DIE BESCHICHTUNG VON INNENPUTZEN, Österreichische Arbeitsgemeinschaft Putz

ausbau + fassade - Fachzeitschrift, Offizielles Organ des Deutschen Stuckgewerbebundes

Mörtel | Baustoff

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