Putbus ist eine Stadt im Landkreis Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).
Sie ist die jüngste Stadt auf Rügen, jedoch das älteste Inselbad. Der kunstsinnige Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ließ ab 1810 seinen Heimatort wesentlich ausbauen und legte ihn so an, dass er stilistisch zu Schloss und Park passte. Der Charakter des klassizistischen Stadtkerns mit seinen strahlend weißen Häusern und den prächtigen Rosenstöcken geht auf Verordnungen des Fürsten zurück und brachte der Stadt die Beinamen Weiße Stadt und Rosenstadt ein. Der Name Putbus geht auf die slawische Bezeichnung epod boz (hinter dem Holunderbusch) zurück.
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Putbus Castle, Isle of Rugen, Germany.jpg um 1900]]
Geographie
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Die Stadt Putbus liegt acht Kilometer südlich der Kreisstadt
Bergen auf Rügen im
Biosphärenreservat Südost-Rügen. Das Gelände um Putbus ist leicht hügelig, an der Küstenlinie des
Rügischen Bodden wechseln sich Flachküste und Böschungen ab. Der Stadtteil und Badeort Lauterbach hat 500 Einwohner, liegt direkt am
Bodden und hat einen
Fischerei- und
Seglerhafen. Wilhelm Malte I. ließ hier das
erste Seebad auf Rügen errichten. Zu Putbus gehört auch die 2,5 Kilometer vor dem Hafen gelegene Insel
Vilm.
Ortsteile
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| - Altkamp
- Darssband
- Dolgemost
- Dumgenevitz
- Freetz
- Glowitz
- Groß Stresow
- Güstelitz
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- Insel Vilm
- Kasnevitz
- Ketelshagen
- Krakvitz
- Krimvitz
- Lauterbach
- Lonvitz
- Muglitz
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- Nadelitz
- Neuendorf
- Neukamp
- Pastitz
- Posewald
- Strachtitz
- Vilmnitz
- Wreechen
Sehenswürdigkeiten und touristische Attraktionen
Park
Putbus Park 5.jpg |
Putbus_fuerst_malte.jpg
Der Park wurde 1804 von Wilhelm Malte I. im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt. Er bietet zahlreiche schöne Ausblicke auf die Boddenlandschaft. Erhalten sind auch noch die Orangerie, ein Mausoleum, die Parkkirche sowie das Affen- und das Vogelhaus. Das Schloss Putbus, das einst vom Park umgeben war, wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen. Daneben bietet der Park jedoch auch viele dendrologische Besonderheiten wie Riesen- und Urwelt-Mammutbäume, Zedern, gelbblühende Rosskastanien und Tulpenbäume. Dem Schlosspark angegliedert ist ein Wildgehege, in dem Rotwild und Damwild leben.
Theater
Das ehemalige Residenztheater im klassizistischen Stil liegt gegenüber dem Park. Es wurde von
1819 bis
1821 wahrscheinlich unter der Leitung des fürstlichen Baumeisters W. Steinbach erbaut. 1826 fand ein Umbau unter der Leitung des Schinkelschülers Johann Gottlieb Steinmeyer statt, bei dem die Giebel über die Schmalseiten des Gebäudes und über den
Portikus angebaut wurden. Es wurde von
1992 bis
1998 sorgfältig restauriert und ist eines der dominantesten Gebäude im Stadtbild. Das Theater wurde in seiner Geschichte meist nur als Sommertheater genutzt. Ein eigenes Ensemble besaß Putbus nur von
1952 bis
1968. Heute finden in dem Haus mit 244 Sitzplätzen nur noch Gastspiele statt, und jedes Jahr im Mai locken die
Putbus-Festspiele Besucher aus ganz Deutschland hierher.
Circus
Der Circus von Putbus ist ein Kreisel, den Wilhelm Malte I. bei der Ortsgründung anlegen ließ. Um ihn herum stehen klassizistische Häuser die zwar erhalten, aber zum Teil noch nicht saniert sind.
August-Bebel-Straße
In der August-Bebel-Straße sind noch zahlreiche eingeschossige Handwerkshäuser aus der Zeit der Stadtgründung zu bewundern.
Schmalspurbahn
Putbus ist Ausgangspunkt der
Schmalspurbahn Rasender Roland (Spurweite: 750 Millimeter) nach
Binz. Diese Bahn dient heute als Museumsbahn für den Tourismus. Es werden
Dampflokomotiven der Baureihen 99 48 (Baujahr:
1938) und 99 78 (Baujahr:
1953) eingesetzt. Kürzlich wurde die Bahn bis nach Putbus-Lauterbach (Mole) verlängert.
Sendeanlage
In der Nähe von Putbus befindet sich eine Sendeanlage für
Mittelwelle. Diese Anlage diente zu
DDR-Zeiten zur Verbreitung des Programms der Ferienwelle. Heute wird dort ein Programm im
DRM-Modus gesendet. Als Antenne des 4 Kilowatt starken Senders dient ein 51 Meter hoher, gegen Erde isolierter, abgespannter Stahlfachwerkmast.
Städtepartnerschaften
Putbus unterhält Städtepartnerschaften zu folgenden Orten:
Persönlichkeiten
Literatur
Weblinks
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