Pumpe-Stich ist ein südwestlicher Stadtteil von Eschweiler, Nordrhein-Westfalen.
Pumpe und Stich
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Er ist mit beinahe 3.000 Seelen einer der größeren Stadtteile von Eschweiler und grenzt im Westen an die
1935 von Eschweiler an Stolberg abgetretenen Viertel Steinfurt und Donnerberg und im Osten an den Stadtteil Eschweiler-
Röthgen. Der Stadtteil besteht aus den Teilen Pumpe, Stich,
Siedlung Waldschule (mit der Eschweiler
Donnerbergkaserne),
Aue, Konkordiasiedlung und Teilen der Siedlung Jägerspfad. Ein berühmter Sohn ist
Franz Reuleaux. Sein Geburtshaus in Pumpe, das "Hotel Bitter", steht nicht mehr.
Pumpe-Stich ist das älteste und war das wichtigste Industriegebiet der Stadt. Noch heute hat es ein stark industriegeprägtes Aussehen. Nach 1945 setzte verstärkt eine Wohnbebauung ein und auch neue, moderne industrielle Mittelbetriebe siedelten sich an. Dem Bergbau verdankt "Pumpe" seinen Namen. Hier befanden sich seit dem Übergang vom Pingen- zum Stollenbau Ende des 16.Jahrhunderts "Herren" oder "Wasserkünste", die mittels grosser Wasserräder Pumpen antrieben, die für die Wasserhaltung in den Kohlenschächten sorgten. Der Name "Stich" kommt von "Steech", abgeleitet von der hochdeutschen Form "Steg, Stieg, Stiege, Steige". Wenn man von Eschweiler nach Pumpe wollte, musste man "dr Steech erop".
Siedlung Waldschule
Die Siedlung Waldschule ist ein Teil von Pumpe-Stich und liegt zwischen
Heidelandschaft im Westen, dem Eschweiler Stadtwald im Osten, der
Inde im Norden und der
Donnerbergkaserne Eschweiler im Süden. Beginn der Bauarbeiten ist März
1949 mit 87 Siedlerstellen, erster Spatenstich am 4. April
1950 durch Bürgermeister Bücken. Das evangelische Hilfswerk übernimmt die Trägerschaft. Benannt ist die Siedlung Waldschule nach der ehemaligen Waldschule dort. Das Siedlerheim befindet sich Ecke Heidestraße / Moosweg.
Aue und Schweiz
Siehe
Aue (Eschweiler).
Verkehr
Fernstraßen: Pumpe-Stich liegt an der L 11. Der nächste Autobahnanschluss ist "Eschweiler" auf der
A 4.
Busverkehr: Die Pumpe-Sticher Bushaltestellen "Akazienhain", "Alte Rodung", "Am Ginsterbusch", "Am Hang", "Friedrichstraße", "Kaserne", "Luisenstraße", "Pumpe", "Stadtwald", "Steinkohlenfeld", "Sticher Berg", "Stich Siedlung", "Waldfriedhof", "Waldschule", "Waldsiedlung", "Waldstraße" und "Wilhelminenstraße" werden von den Linien 8 und 48 bedient, welche den Stadtteil mit Eschweiler Bushof, Eschweiler Hbf, Röthgen, Donnerberg und Stolberg verbinden. Aue wird von der Stadtbuslinie EW4 bedient.
Eisenbahn: Die nächsten Bahnhöfe sind "Eschweiler Hbf" und (ab 2008) "Eschweiler-Aue".
Industriegeschichte
Zu den industriellen Ursprüngen von Pumpe-Stich siehe
Pumpe-Stich und erste Dampfmaschine.
1823 wird in Pumpe die mechanische Werkstätte "
Englerth-
Reuleaux-Dobbs" gegründet.
St. Barbara
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Die katholische Pfarrkirche St. Barbara an der "Friedrichstraße" ist aufgrund der
Bergbautradition der heiligen
Barbara geweiht. Ursprünglich gehörte Pumpe-Stich zur Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Nachdem
1869 ein Kirchenbauverein gegründet worden war, wurde der stillgelegte "Friedrich-Wilhelm-Schacht" des
EBV in Pumpe
1879 als Notkirche umgebaut und eingerichtet. Ab 1879 wurde dort von St. Peter und Paul aus jeden Sonntag ein Gottesdienst gehalten.
1885 erhielt die Gemeinde ihren ersten selbständigen
Seelsorger, 1889 die eigene Vermögensverwaltung. Die Erhebung zur
Pfarre geschah am
5. Juni 1898. Mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche wurde 1901 begonnen nach dem Entwurf des
Aachener
Dombaumeisters Josef Buchkremer. Fertiggestellt wurde die Kirche 1902. Am 17. Juni
1906 wurde sie durch den
Kölner
Erzbischof Kardinal Fischer konsekriert. Im September 1944 wurde die Kirche fast völlig durch
Kriegseinwirkung zerstört. Durch großen finanziellen und manuellen Einsatz der ganzen Gemeinde konnten die Kriegsschäden bis 1950 behoben werden. Zu St. Barbara gehört die St.-Barbara-und-St.-Sebastianus-
Schützenbruderschaft.
Vereine
Ältester Verein ist die St.-Barbara- und St. Sebastianus-Schützenbruderschaft von 1869. Die Karnevalsgesellschaft "Narrenzunft" vertritt den Ort im Eschweiler Karneval. Der Fußballclub "Rhenania" spielt zurzeit sehr erfolgreich in der Landesliga. Die Wappen dieser drei Vereine sind hier in der obigen Reihenfolge abgebildet:
Schuetzenpumpe.gifnarrenzunft.gifFcr.gif
Weitere Vereine im Ort sind die
Bogenschützengesellschaft Germania, die Siedlergemeinschaften Waldschule und Jägerspfad, zwei Gebrauchshundevereine, der Taubenzüchterverein "Wiedersehen" und das Mandolinenorchester "Edelweiß".
Bis zum Jahr 1991 bestand eine Interessengemeinschaft der Ortsvereine. Seit 2005 wird von der Schützenbruderschaft und der Karnevalsgesellschaft eine Wiederbelebung dieser IG angestrebt.
Literatur
Gregor Trasser - Die Pfarre St. Barbara in Eschweiler Pumpe-Stich, 1994 Eigenverlag, Bezug über den Eschweiler Geschichtsverein und die Pfarre St. Barbara.
Weblinks
Quellenangaben
Schriftenreihe des Eschweiler Geschichtsvereins,
Internetseite Stadt Eschweiler,
Chronik St. Barbara- und St. Sebastianus Schützenbruderschaft
Ort in Nordrhein-Westfalen | Eschweiler
http://www.st-barbara-kiga.de.ki/