Das Pumpe-Düse-System ist ein Einspritzsystem für Verbrennungsmotoren. Es ist ursprünglich eine Entwicklung der General-Motors-Company (Detroit Diesel Company, DDC) aus den 1930er Jahren. Diese Bauart wurde von Bosch für Volkswagen aufgegriffen und weiterentwickelt und in PKW-Dieselmotoren des Volkswagen-Konzerns eingesetzt. Ab 2007 wird auch Volkswagen zur Einhaltung der Euro-5-Norm seine Dieselmotoren nach und nach mit Common-Rail-Technik ausstatten müssen.
Mit dem Pumpe-Düse-System (kurz: PD) werden höhere Einspritzdrücke als bei der Common-Rail-Technik erreicht (Stand 2005).
Durch eine zusätzliche Nocke wird über Rollenkipphebel und Stößel ein kleiner Plunger (hier: eine Art Kolben) betätigt. Die Nocke ist so geformt, dass dies mit Hochgeschwindigkeit geschieht, um den benötigten Hochdruck schnell aufzubauen. Der Druckaufbau im sogenannten Plungerraum unter dem Kolben und damit der Einspritzverlauf wird von einem Magnetventil oder einem Piezo-Aktor zeitlich gesteuert. Der Druckaufbau kann erst entstehen, wenn das Ventil geschlossen wird. Das schnelle Öffnen des Ventils sorgt für ein scharfes Ende der Einspritzung, was für eine vollständige und saubere Verbrennung sehr wichtig ist. Ein Piezo-Aktor arbeitet bis zu dreimal schneller und laufruhiger als ein vergleichbarer Magnetsteller. Aktuell verfügt der 2.0 TDI im neuen VW Passat 2005 über ein solches Piezo-Pumpe-Düse-Element, welches mit einem Spitzendruck von 220 MPa (2.200 bar) arbeitet.
Mittlerweile haben bezüglich des Höchstdrucks (> 2000 Bar) die Common Rail-Systeme aufgeholt. Ab ca. Ende 2006 / 2007 werden neue Dieselmotoren des VW-Konzerns nur noch für Hochdruck-Common-Rail-Einspritzsysteme entwickelt werden. Ab ca. 2012/2013 wird die Produktion von Pumpe-Düse-PKWs eingestellt.
Der Grund für den Abschied von der Pumpe-Düse-Technik liegt in den höheren Produktionskosten. Nach VW-Zahlen ist ein Motor neuester Generation ca. 100 Euro teurer in der Herstellung als ein vergleichbarer Common-Rail-Motor. Außerdem geht man davon aus, dass die höheren PD-Einspritzdrücke in Zukunft eine geringere Rolle spielen werden, weil Partikelemissionen durch Partikelfilter beseitigt werden.
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