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Pulsnitzer Pfefferkuchen (geschützter Name) sind eine Lebkuchenvariation in vielen verschiedenen Sorten, die aus der sächsischen Pfefferkuchenstadt Pulsnitz kommen. Die Bezeichnung "Pfefferkuchen" wird oft synonym für "Lebkuchen" benutzt. Neben verschiedenen handwerklich produzierenden Pfefferküchlereien gibt es in Pulsnitz noch eine Lebkuchenfabrik.

Das Besondere an dem original Pulsnitzer Lebkuchen ist, dass der Teig kein Fett enthält und über mehrere Wochen und Monate zum Reifen eingelagert wird. Erst danach wird er gewürzt und weiter verarbeitet. Das genaue Rezept und die Zusammensetzung der Gewürze (früher wurden alle fremdländischen Gewürze als Pfeffer bezeichnet, daher Pfefferkuchen) ist selbstverständlich nicht öffentlich und ein streng gehütetes Geheimnis der meist als Familienbetrieb wirtschaftenden Pfefferküchlereien.

Die wichtigste Pulsnitzer Pfefferkuchensorte, die Spitzen, ist gefüllt und mit Schokolade bzw. Fettglasur überzogen. Daneben gibt es auch ungefüllte Sorten (z.B. Alpenbrot, Pflastersteine und neuerdings auch Hanfpfefferkuchen).

Historisches

Pfefferkuchen sind ein traditionelles Festtagsgebäck in der Oberlausitz - nicht nur zu Weihnachten. Bereits seit 1558 dürfen die Pulsnitzer Bäcker Pfefferkuchen über ihren eigenen Bedarf backen. Als 1745 der Pulsnitzer Bäcker und Küchler Tobias Thomas aus Thorn (heute Toruń in Polen) mit einem neuen Rezept in seine Heimatstadt zurückkehrt, erfuhr dieses Handwerk einen neuen Aufschwung. Die Pulsnitzer Pfefferküchler zählten früher zu den sächsisch-königlichen Hoflieferanten.

Heute

Heutzutage sind die Verkaufstände der Pfefferküchler eine feste Größe auf dem Dresdner Striezelmarkt. Noch vor der Adventszeit, an einem Wochenende Anfang November, findet seit 2003 ein Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz statt. Daneben sind Pfefferkuchenstände regelmäßig auf den großen Volksfesten der Region zu finden.

Weblinks


Siehe auch: Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen

Gebäck | Sächsische Küche

 

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