Pseudotumor cerebri (PTC, wörtlich scheinbare Schwellung des Gehirns) ist die medizinische Bezeichnung für einen erhöhten Hirndruck ohne erklärende Ursache. Der Name resultiert daraus, dass auch ein Tumor (Schwellung) einen erhöhten Druck im Schädelinneren verursachen kann.
Als Leitsymptom tritt Kopfschmerz auf. Außerdem kann es aufgrund von „Wassereinlagerungen“ im Sehnerv zu Sehverlust kommen, seltener Augenmuskellähmung, Tinitus.
Dieses Krankheitsbild tritt überwiegend bei jungen, übergewichtigen Frauen auf. Weitere Risikofaktoren sind Hormonstörungen, Eisenmangel, COPD.
Die Diagnose wird durch Liquorpunktion mit Messung des Liquoröffnungsdrucks, Bildgebung (MRT) und Spiegelung des Augenhintergrundes (Nachweis einer Stauungspapille) erhärtet.
Zur Therapie kommen Liquorpunktionen oder harntreibende Medikamente (Acetazolamid, Furosemid) und konsequente Gewichtsreduktion zur Anwendung. Dagegen sind Antibiotika, Cortison oder Vitamin E - Präparate zu meiden, sie steigern den Hirndruck. In vereinzelten Fällen wird ein ventrikuloperitonealer Shunt operativ zur Hindruckentlastung angelegt.
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