Pflegeprozess: Zielgerichtete strukturierte Arbeitsweise in der Kranken.-, sowie Altenpflege, stationär oder in ambulanten Pflegediensten bei der eine Pflegekraft:
Der Pflegeprozess umfasst sechs Schritte:
Um eine korrekte Entscheidung über die Pflegebedürftigkeit eines Menschen treffen zu können, bedarf es ausreichender Informationen. Diese erhält man durch den Patienten selbst, durch Angehörige oder Bekannte und Freunde. Mit jeder Informationssammlung gewinnt die Pflegekraft an Erfahrung, so dass sie die Bedeutung der Informationen für die Pflege immer besser abschätzen kann.
Die Informationssammlung ist nie abgeschlossen, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Je länger ein Patient betreut/behandelt wird, entwickelt sich in einem längeren Zeitraum eine Beziehung, so dass täglich neue Informationen hinzu kommen, die man in einem Aufnahmegespräch noch nicht erkennen konnte oder sogar noch nicht vorhanden waren, aufgrund des derzeitigen Allgemeinzustands des Patienten. Sind neue Informationen zustande gekommen, muss die Pflegeplanung sofort auf den jetzigen Allgemeinzustand des Patienten abgeändert werden.
Einschränkung bzw. Beeinträchtigung der Selbstständigkeit eines Menschen in seinen Aktivitäten des täglichen Lebens. Pflegerische Maßnahmen sind zur Kompensation angezeigt. Im zweiten Schritt aus dem Pflegeprozess, werden alle Probleme aus den Informationen herausgefiltert. Hierzu kann ein Pflegemodell hilfreich sein, z. B. von:
Liliane Juchli, Nancy Roper oder Monika Krohwinkel.
Auch Ressourcen, die man aus der Informationssammlung entnimmt, sind wichtig um eine aktivierende und ganzheitliche Pflege leisten zu können. Auf jeden Fall soll der Patient, dass, wozu er (noch) imstande ist, auch tun. Ein wichtiger Leitsatz ist Ressourcen so lang als möglich erhalten!
Die Zielsetzung entsteht durch die Beschreibung des Soll-Zustands eines Patienten, der erreicht werden kann und soll, die Ziele müssen allerdings realistisch sein. Regelmäßige Überprüfungen sind deshalb unerlässlich. Man unterscheidet zwischen Nahzielen, die in absehbarer Zukunft zu erreichen sind und Fernziele, auf die länger hingearbeitet werden muss.
Die besprochenen Pflegemaßnahmen zwischen Patient und Pflegekraft werden konkret als Antwort auf folgende "W - Fragen" formuliert:
„Wer macht wann, was, wie, womit?“ Die Formulierungen sollen dabei so knapp wie möglich und so ausführlich wie nötig gehalten werden. Existieren Pflegestandards, so genügen diese als Angabe.
Angegebene Tätigkeiten in der Pflegeplanung, die täglich durchzuführen sind, unter Berücksichtigung der Ressourcen. Aufgeführte Maßnahmen, müssen ebenfalls realistisch sein, dürfen nicht erfunden werden und sind von jeder Pflegekraft anzuwenden. Auch hier gilt regelmäßige Überprüfung.
Bei der Evaluation wird überprüft, inwieweit die erwarteten Ergebnisse eingetreten sind oder und bei Bedarf nach Gründen gesucht, warum sie nicht eingetreten sind.
Desweiteren werden aufgrund neu gewonnener Erkenntnisse eventuelle Veränderungen überprüft, so z. B. ob neue Probleme hinzugekommen sind oder sogar neue Ressourcen entdeckt werden konnten, ob man neue Informationen erhalten hat, ob angestrebte Ziele erreicht worden sind und wenn nicht, warum sie nicht erreicht wurden. Waren alle Maßnahmen durchfürbar?
Nach neuen Erkenntnissen gibt es von Monika Krohwinkel ein Pflegeprozess in vier Schritten, nach so genannten Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens
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"Prozesspflege".
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