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Das Pronomen (auch Fürwort, Mehrzahl Pronomina oder Pronomen) ist ein Wort, das ein anderes Wort (meist ein Nomen) ersetzt. So die Definition in der Tradition der (scholastischen) Sprachphilosophie. Syntaktisch läßt sich substantivischer und adjektivischer Gebrauch von Pronomina unterscheiden. Bei adjektivischem Gebrauch oder bei Reflexivpronomina liegt keine Ersetzung vor:

  • Hans verändert Hans - Hans verändert sich.
Im ersten Fall wird man davon ausgehen, dass zwei Personen, die Hans heißen, gemeint sind (vgl. hierzu auch Benveniste 1974 und Sternefeld (1993:946 ff.) zu "sloppy identity"). Die Bedeutung des so genannten Pronomens steht nicht fest im Lexikon, sondern ändert sich je nach in der Sprechsituation Anwesenden (ich - du) oder Vorgängerausdruck (er, sie, es). Im ersten Fall handelt es sich um den Fall der Deixis (Zeigwörter), im zweiten um den der Anapher. Das deutsche Pronomen er kann sich entweder auf den Referenten eines Nomens beziehen, das vorher im Text aufgetaucht ist (Ein Mann kam um die Ecke. Er hatte eine Pistole.), oder aber in betonter Form auf eine Person, die die Gesprächspartner sehen oder kennen (Was macht er denn jetzt wieder für einen Unsinn?) - dann handelt es sich um einen deiktischen Gebrauch, der bei es nicht möglich ist.

Klassifikation


Pronomina haben im Deutschen und in anderen indogermanischen Sprachen verschiedene Typen:

Historisch wurden manchmal auch Zahlwörter („Zahlpronomina“) und die Artikel als Pronomina betrachtet, auch dies ist irreführend. Erstere sind Adjektive, Artikel wirken völlig anders, nämlich operativ und wissensbezogen. Alternative Darstellungen in:

  • Zifonun, Gisela/Hoffmann, Ludger/Strecker, Bruno: Grammatik der deutschen Sprache. Berlin/New York 1997
  • Benveniste, Émile 1974 Probleme der Alllgemeinen Sprachwissenschaft. (= LTW 1428 - Linguistik). München: List.
  • Sternefeld, Wolfgang 1993 Anaphoric Reference. Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. 9.1 Syntax: ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. hrsg. v. Joachim Jacobs et al. 940-966. Berlin/New York: de Gruyter.

Im Gegensatz zum Deutschen und anderen europäischen Sprachen wird in einigen Sprachen zwischen inklusivem und exklusivem wir unterschieden, je nachdem, ob der Angesprochene (das „Du“) eingeschlossen ist oder nicht. Das duale wir schließt dritte Personen aus.

In manchen Sprachen gibt es zwei Reihen von Pronomen: betonte und unbetonte (klitische), z. B. im Altlitauischen (pamiduok "reich mir", das Pronomen steht zwischen Präfix und Wortstamm), im Hethitischen oder im Bairischen (gib-ma-s "gib es mir").

Grammatik | Pronomen | Wort

Местоимение | Местоимени | Stedord | Pronoun | Pronomo | Pronombre | ضمیر | Pronomini | Persónur (máll.) | Pronom | Zamjenice | 代名詞 | Pronomen | Vietniekvārds | Voornaamwoord | Zaimek | Pronome | Местоимение | Pronomen | Займенник | Prono | 代詞

 

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