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Programmierung bezeichnet

  1. die Tätigkeit, Computerprogramme (Software) zu erstellen. Im weiterem Sinne versteht man dabei alle Tätigkeiten, die mit dieser Programmerstellung verbunden sind, insbesondere auch den konzeptionellen Entwurf. Im engeren Sinne bezeichnet Programmierung lediglich das Umsetzen dieses konzeptionellen, abstrakten Entwurfes in konkreten Quelltext.
  2. Ebenso bezeichnet man mit Programmierung den Vorgang des Einschreibens eines bereits fertig erstellten und in Maschinencode übersetzten Programmes und Daten in einen Festwertspeicher, z.B. ein EPROM oder EEPROM.

In vielen, insbesondere in kleineren Softwareprojekten, sind der Entwurf und die Erstellung eines Programms nicht getrennt, das Programm entwickelt sich in diesen Fällen in enger Wechselwirkung mit dem Entwurf und umgekehrt. In größeren Projekten sind Entwurf und Programmierung (dann häufig als Implementierung bezeichnet) getrennt. Der Programmierer bewegt sich dann bei seiner Tätigkeit im Rahmen des Entwurfes; seine Aufgabe ist, die durch den Entwurf beschriebene Wechselwirkung von ebenfalls dort beschriebenen Softwarekomponenten durch Programmcode zu realisieren.

Dennoch ist auch Programmieren eine kreative Tätigkeit; ein Entwurf gibt zwar einen Funktionsrahmen vor, doch kann dieser auf unterschiedliche Art umgesetzt werden.

Die Programme werden in der Regel in einer Programmiersprache ausgedrückt. In dieser Sprache formuliert der Programmierer Algorithmen. Zunehmend wird er dabei durch Codegeneratoren unterstützt, die zumindest Teile des Programmcodes auf Basis von Modellen (die im Entwurf entstanden) automatisch erstellen.

Qualitätskriterien


Gute Programmierung zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass die Funktionen, die die jeweils verwendete Programmierumgebung bereitstellt, möglichst effizient genutzt werden. Insbesondere geht es darum, für Aufgabenstellungen nicht das Rad neu zu erfinden, wenn bestimmte Funktionen schon durch die Programmierumgebung bereitgestellt werden (beispielsweise in Form von Bibliotheken). Gute Programmierer zeichnen sich also vor allem dadurch aus, dass sie einen guten Überblick über den grundsätzlichen Funktionsumfang und die Systematik der von der Programmierumgebung bereitgestellten Funktionen (die in die tausende gehen können) haben. Für eine definierte Aufgabenstellung können sie in entsprechenden Dokumentationen dann schnell die bereitgestellten Funktionen nachschlagen und einsetzen. Schlechte Programmierer zeichnet unter anderem aus, dass sie um keinen Preis das Rad neu erfinden wollen und dabei nicht nur die größte Zeit in das Adaptieren von vorher nicht passenden Modulen stecken, sondern auch ein verzwicktes, nur schwer wartbares Gestrüpp von zusammengesteckten Modulen und Skripten hinterlassen, die dem jeweiligen Versionswechsel der benutzen Module schutzlos ausgeliefert sind. Gute Programmierer wägen ab, ob ein Rad neu zu erfinden ist oder nicht. Zum anderen bedeutet gute Programmierung, wartbaren Programmcode zu erzeugen. Das heißt, dass die Strukturen, nach denen das Programm oder Programmodul funktioniert, möglichst selbsterklärend sind, zudem aber auch durch Kommentare im Programmcode dokumentiert sind. Dies verlangt vor allem, dass der Programmierer sich nicht aufgrund der obigen Anforderung, kurzen und effizienten Code zu erzeugen, dazu verleiten lassen darf, zu kurzen, "kryptischen" Code zu erzeugen, der zwar ein paar Programmzeilen spart, aber nur noch von ihm selbst verstanden werden kann.

Siehe auch


Weblinks


Programmierung | Ausbildung (HTL)

Rekenaarprogrammering | Programování | Computerprogrammering | Computer programming | Programación | Programmeerimine | برنامه‌نویسی | Programmation | תכנות מחשבים | プログラミング (コンピュータ) | 컴퓨터 프로그래밍 | Számítógép-programozás | Programmeren | Programare | Računalniško programiranje | Programmering | Програмування | 程序设计

 

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