Ein Profiler erstellt Täterprofile. Die Tätigkeit bezeichnet man als profiling oder operative Fallanalyse. Dabei erstellt der Profiler ein charakteristisches Erscheinungs- und Persönlichkeitsbild eines unbekannten Straftäters anhand von Indizien, Spuren am Tatort und den Umständen der Straftat. Die Begriffe Profiler und Profiling leiten sich von Profil, franz. Umriss, Seitenansicht und von italien. profilo, profilare = umreißen ab.
Der italienische Mediziner und Anthropologe Cesare Lombroso entwickelte als Anhänger des Darwinismus 1876 die Lehre vom deliquento nato - vom geborenen Verbrecher. Nach seinen Gesichtszügen, nach sozialen, seelischen und körperlichen Merkmalen sollte der "geborene Verbrecher" zu erkennen sein. Lombrosos Theorien waren bereits zu seinen Lebzeiten heftig umstritten.
1921 wurde die Kriminalbiologie durch die Konstitutionsbiologie des etwas in Vergessenheit geratenen deutschen Psychiaters Ernst Kretschmer bereichert. Ein Hang zu bestimmten Straftaten oder Vergehen, z. B. Homosexualität?!!, die damals noch strafrechtlich verfolgt wurde, ordnete Kretschmer bestimmten Körperbautypen zu (er unterschied Pykniker, Leptosom, Athletiker und Dysplastiker). In der Praxis haben sich diese Erkenntnisse nicht bestätigt, was ihrer Verbreitung jedoch wenig Abbruch tat.
In den USA werden Profiler unter anderem beim FBI in der Akademie in Quantico ausgebildet. Es gibt aber auch unzählige, unterschiedlichste private Ausbildungsinstitute, da der Begriff und auch der dortige Markt nicht geschützt ist. So sind auch Polizeidienststellen weitgehend unabhängig, ob sie externe Consultants bei Fällen hinzuziehen (daher ist es auch möglich (und nicht unüblich!), dass eine Dienststelle z. B. bei einem Entführungsfall einen Wahrsager als Berater engangiert).
Das Profiling ist keine amerikanische Erfindung; Täterprofile wurden schon früher von Kriminalpolizeibehörden in aller Welt verwendet. Der Begriff Profiler wurde allerdings 1978 von Robert Ressler geprägt, dem Leiter der Abteilung Verhaltensforschung des FBI. Wobei es verschiedene Personen gibt, die die Methode, wie auch die Namensgebung für sich beanspruchen.
An kriminalistischen Hilfstechniken werden von Profilern unter anderem DNA-Analyse und Daktyloskopie eingesetzt.
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"Profiler (Kriminalistik)".
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