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ProSiebenSat.1 Media AG ist ein Konzern, der zunächst die deutschen Fernsehsender ProSieben, SAT.1, Kabel 1, N24, 9Live und sonnenklar TV unter einem Dach vereint (sonnenklar TV wurde im September 2005 an das Touristikunternehmen BigXtra verkauft). Das Unternehmen entstand aus einem Zusammenschluss der Pro Sieben Media AG (ProSieben, Kabel 1 und N24) und der Sat.1 SatellitenFernsehen GmbH am 2. Oktober 2000 und ist das größte deutsche Fernsehunternehmen. Firmensitz ist in Unterföhring.

Chef des Konzerns ist seit dem 1. Mai 2004 der Belgier Guillaume de Posch, da der bisherige Führungsmann Urs Rohner "auf eigenen Wunsch" das Unternehmen zum 30. April 2004 verlassen wollte.

2002 kommt es fast zu einer Fusion mit der KirchMedia (siehe auch: Leo Kirch, Premiere), sie scheitert aber kurz vor Abschluss, da die Kirch-Gruppe insolvent wird. Die Aktie von ProSiebenSat.1 stürzt ab. 2003 bekommt die AG mit der amerikanischen Gesellschaft P7S1 Holding, einer 25-prozentigen Tochter der Saban Capital Group von Haim Saban und weiterer Investoren einen neuen Hauptaktionär, der heute über 75% der Stimmanteile hält. Saban übernimmt die Sendergruppe für, vergleichsweise günstige, 500 Mio. Euro. Die restlichen Stimmrechte hält über Beteiligungsgesellschaften die Axel Springer AG. Freie Aktionäre halten ausschließlich stimmrechtslose Vorzugsaktien.

Nach der Übernahme durch P7S1 Holdings kommt es in den Folgemonaten zu starken Restrukturierungsmaßnahmen und einer Neuausrichtung der verschiedenen Sender der Gruppe. Auch einige Formate fallen dem Rotstift zum Opfer.

Neben den vier deutschen Fernsehsendern betätigt sich die AG auf anderen, eng mit dem Fernsehbetrieb verwandten Geschäftsfeldern. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um 100%ige Töchter.

  • SevenOne Media vermarktet die Werbezeiten der Gruppe
  • SevenOne Intermedia stellt die Online-Auftritte der Sender bereit
  • Die ProSiebenSat.1 Produktion stellt als technischer Dienstleister das Produktionsumfeld zur Verfügung
  • Producers at Work ist eine gemeinsame Produktionsgesellschaft der ProSiebenSat.1 Media AG und des Produzenten Christian Popp.
In den meisten Fällen arbeiten diese Töchter ausschließlich für ihre eigene Senderfamilie.

Die AG erreicht mit ihren Fernsehsendern einen Gesamtmarktanteil von über 30% (in der Zielgruppe der 14 bis 49 jährigen) und erzielte 2002 einen Umsatz von über 1,8 Milliarden Euro und einen Gewinn von 21 Millionen Euro und beschäftigte dabei über 3000 Mitarbeiter.

Seit 2005 sollte die ProSiebenSat.1 Media AG für den Kaufpreis von 3 Milliarden Euro vom Hamburger Axel Springer Verlag gekauft werden. Jedoch ist dieser Verkauf sowohl vom Bundeskartellamt wie auch der KEK nicht genehmigt worden, so dass Springer am 31. Januar 2006 schließlich bekannt gab, von einer Übernahme Abstand zu nehmen.

Siehe auch: Fernsehen, Privatsender, RTL Group, ProSiebenSat1Welt

Weblinks


Rundfunkgesellschaft | Unternehmen (München)

ProSiebenSat.1 Media | ProSiebenSat.1 Media

 

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