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Prince Rogers Nelson (* 7. Juni 1958 in Minneapolis, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Musiker, Komponist, Musikproduzent und Popstar.

Erfolge


Prince zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Musikern. Vor allem in den 1980er Jahren war er durch das Vermischen seiner Musik mit Rock-, Pop- und Soul-Elementen und mit einer glamourösen Bühnenshow kommerziell überaus erfolgreich. Weltweit verkaufte er bislang mehr als 100 Millionen Tonträger, erhielt einige Grammys sowie einen Oscar für den Soundtrack zum Film Purple Rain in der Kategorie Original-Soundtrack. Als wichtigste Alben sind Dirty Mind, Controversy, 1999, Purple Rain, Parade, Sign 'O' The Times, The Black Album, Lovesexy, Diamonds And Pearls, The Gold Experience, Crystal Ball, The Rainbow Children sowie Musicology zu nennen.

In den frühen Jahren seiner Karriere war Prince wegen seines lasziven Bühnenauftretens und des öffentlichen Beschreibens sexueller Fantasien bekannt. Prince gilt als Allround-Künstler, der eine große Anzahl von Musikinstrumenten beherrscht. So spielte er auf einer großen Zahl seiner Alben sämtliche Instrumente selber ein und gilt somit in dieser Beziehung als Wiedergänger von Stevie Wonder. Er ist ebenso erfolgreich als Komponist tätig. Am 15. Mai 2004 wurde Prince zusammen mit anderen Rock-Größen wie Jackson Browne und Bob Seger in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Seine Regieversuche im Filmbusiness, wie z. B. Graffiti Bridge oder Under The Cherry Moon, waren allerdings weder kommerzielle noch künstlerische Erfolge.

Im März 2006 kam Prince mit seinem neuen Album "3121" nach 18 Jahren wieder an die Spitze der US Charts.

Symbol


Zeitweise veröffentlichte Prince seine Musik nicht unter seinem ursprünglichen Künstlernamen. Nach Zusicherung von 100 Millionen Dollar von seiner damaligen Plattenfirma Warner Music Group für sechs Alben (der bis dahin höchstdotierte Plattenvertrag der Popgeschichte) änderte er seinen Namen ohne Absprache in das sogenannte Love-Symbol, was seiner Plattenfirma denkbar missfiel. An der Stelle seines bekannten Künstlernamens gab er nur noch dieses unaussprechliche und daher im Radio äußerst schlecht zu kommunizierende Symbol an.

In der Folge entstand ein jahrelanger Streit, in dessen Verlauf Prince ab 1995 zur Erfüllung seines Vertrages letztlich die Alben Hits I, Hits II, B-Sides, Chaos And Disorder sowie das legendäre Black Album veröffentlichte. Dieses sollte eigentlich bereits 1988 erscheinen, wurde jedoch von Prince bis 1994 zurückgehalten, da, falls er sterben würde, dieses seiner Meinung nach doch sehr misanthropische Album nicht sein letztes sein sollte. In den Medien wurde zu dieser Zeit über Prince vorwiegend als The Artist Formerly Known As Prince, kurz TAFKAP, berichtet, vereinzelt aber eben auch als Symbol.

Aktuelle Schaffensphase


Seit 2000 veröffentlicht Prince wieder unter seinem eigenen Namen, hat allerdings bis 2004 den Vertrieb komplett selbst übernommen. Einige seiner Platten waren daher nur über das Internet oder spezielle Plattenläden zu beziehen. Mit Musicology im Jahr 2004 kehrte Prince wieder zum herkömmlichen Vertriebsweg zurück und ging mit der Unterschrift bei Sony wieder einen Vertrag bei einem großen Platten-Konzern ein. Zum Vertragsabschluss meinte er: "Ich bin von ganzem Herzen Musiker und Künstler – das ist mein Beruf. 'Musicology' hat keine Grenzen und passt in kein Format. Es ist die überfällige Rückkehr zu Musik, Kunst und Handwerk, darum geht es bei diesem Album." Aufgrund des Albums Musicology, welches jeder Konzertbesucher seiner 2004er US-Tour als Beigabe erhielt, änderte das Billboard-Magazin sogar die Chartberechnung und bezog jeden Konzertbesucher als Albumkäufer mitein. Folglich war Musicology über ein halbes Jahr in den Billboard Top Ten vertreten. In allen anderen Ländern hielt sich das Album nur kurzzeitig in den Top Ten, war aber dennoch oft das erfolgreichste Prince-Album seit Anfang der 1990er. Seine US-Tour mit 96 Konzerten in 69 Städten war mit verkauften Tickets im Wert von 87,4 Millionen Dollar die finanziell erfolgreichste Tour eines Künstlers im Jahr 2004.

Am 21. März 2006 ist sein neues Album "3121" unter dem Label Universal Music erschienen (www.3121.com). Den veröffentlichten Singles und anderen Hörproben nach zu urteilen wird dieses Album eine interessante Mischung verschiedener Musikrichtungen sein. Von diesem Album wurden bisher als Single der langsame Schmusesong "Te Amo Corazón" (Videoclip dazu unter Regie von Salma Hayek) sowie der Minimal-Funk-Song "Black Sweat" veröffentlicht. Zudem befindet sich "Beautiful, Loved & Blessed", ein gemeinsamer Song von Prince und Tamár, seiner neuen Protegée, auf dem Album.

Prince als Komponist und Produzent


Er komponierte und produzierte, auch unter verschiedenen Pseudonymen (Jamie Starr, The Starr Company, Christopher, Camille, Joey Coco, Alexander Nevermind, Paisley Park, Azifwekaré), insbesondere für zahlreiche andere Musiker. Als Protege unterstützte er mit seinen Kompositionen und Produktionen auch Vanity 6, Appollonia 6, Sheila E. und Tamár. Große Erfolge mit seinen exklusiven Kompositionen verzeichneten Martika (Love... Thy Will Be Done) und The Bangles (Manic Monday). Seine Titel wurden oftmals erfolgreich von Musikern gecovert und wurden selbst nochmals zu Hits, wie auch von Simple Minds (Sign o' The Times), Chaka Khan (I Feel For You), Tom Jones mit The Art of Noise (Kiss) und Sinéad O'Connor (Nothing Compares 2 U). Auch von der Werbeindustrie wurde er beauftragt: So schrieb er für Pepsi einen Song, der von Ray Charles gesungen wurde (You Got The Right One Baby, Uh-Huh).

Prince ist Gründer folgender Bands:

2001 gründete Prince den NPG Music Club. In den ersten Jahren konnten Mitglieder jeden Monat drei neue Songs via Internet herunterladen und erhielten monatlich eine einstündige Audioshow zum Download. Mittlerweile wurde der Club allerdings in ein fast "normales" Musikportal umgewandelt, in welchem eine Vielzahl von Prince-Songs und Videos erhältlich sind. Für einen Song sind 0,99 US-Dollar, für ein ganzes Album 9,99 US-Dollar und für Video-Clips teilweise 1,99 US-Dollar zu bezahlen. Die Bezahlung kann mit allen gängigen Kreditkarten erfolgen. Der eingefleischte Fan hat zudem die Möglichkeit, sich für eine einmalige Beitrittsgebühr von 25,- US-Dollar als "lebenslanges" Mitglied des NPG Music Club zu registrieren. Er erhält hierfür Zutritt zum Mitgliedsbereich des Portals mit verschiedenen Chat-Foren, Bild-Galerien, virtuellen Rundgängen durch die Paisley Park Studios usw. Zudem sind kostenpflichtige Downloads und verschiedene Merchandise-Artikel für Clubmitglieder günstiger als für Nicht-Mitglieder. Am 4. Juli 2006, dem amerikanischen Independence Day, wurde der Club geschlossen.

Prince privat


Prince ist – nach der Trennung von seiner ersten Frau Mayte Garcia und dem frühen Tod seines bereits behindert geborenen Kindes – mit seiner ehemaligen Mitarbeiterin Manuela Testolini verheiratet. Von seinen sexuellen Eskapaden in Songs und auf der Bühne distanziert er sich inzwischen, was auch auf seinen Beitritt zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas zurückzuführen ist.

Diskographie


  • For You, 1978
  • Prince, 1979
  • Dirty Mind, 1980
  • Controversy, 1981
  • 1999, 1982
  • Purple Rain (Album), 1984
  • Around the World in a Day, 1985
  • Parade (Music from the Motion Picture "Under The Cherry Moon"), 1986
  • Sign 'O' the Times, 1987
  • The Black Album (wurde erst 1994 von Warner veröffentlicht, davor nur als Bootleg erhältlich), 1987
  • Lovesexy, 1988
  • Batman, 1989
  • The Scandalous Sex Suite (EP), 1989
  • Graffiti Bridge, 1990
  • NPG Funky Weapon Remix (EP), 1990
  • Diamonds and Pearls, 1991
  • Gett Off Remix EP (EP), 1992
  • The Love Symbol Album, 1992
  • Gold Nigga (als New Power Generation), 1993
  • The Hits / The B_Sides, (3CD The Ulimate Collection) , 1993
  • The Hits 1, 1993
  • The Hits 2, 1993
  • Interactive, 1994 (Mixed-Mode-CD: Multimedia-CD + Audio CD)
  • The Beautiful Experience (als o(+>, EP), 1994
  • 1-800-New-Funk (Various Artists), 1994
  • Come, 1994
  • Exodus (als New Power Generation), 1995
  • Gold Experience (als o(+>), 1995
  • Purple Medley (EP), 1995
  • Chaos & Disorder (als o(+>), 1996
  • Emancipation (als o(+>), (3CD) 1996
  • Girl 6 (Soundtrack), 1996
  • Crystal Ball (als o(+>)/ The Truth (als o(+>)/ Kamasutra (als NPG Orchestra), 1998
  • New Power Soul (als New Power Generation), 1998
  • The Vault...Old Friends 4 Sale, 1999
  • Rave Un2 the Joy Fantastic (als o(+>), 1999
  • 1999 – The New Master (EP), 1999
  • High 2000, jedoch erst 2001 über den NPG Music Club veröffentlicht
  • Rave In2 The Joy Fantastic (Remix-Version des 99er Albums "Rave Un2 The Joy Fantastic, veröffentlicht für die damaligen Premium-Mitglieder des NPG Music Clubs), 2001
  • The Very Best Of, 2001
  • The Rainbow Children, 2001
  • One Nite Alone..., 2002
  • One Nite Alone...Live!, 2002
  • Xpectation, 2003
  • N.E.W.S, 2003
  • Musicology, 2004
  • 3121, 2006

Videographie


  • Prince and the Revolution LIVE, 1985
  • LoveSexy Live, 1988
  • Diamonds And Pearls, 1992
  • The Hits / The B_Sides, 1993
  • 3 Chains O' Gold, 1994
  • The Undertaker, 1994
  • Rave un2 the Year 2000, 2001
  • Live at the Aladdin, Las Vegas, 2003
  • Sign 'O' The Times, (VHS Release 1987) DVD 2005
  • Diamonds And Pearls, (VHS Release 1992) DVD 2006

Filmographie (Auswahl)


Auszeichnungen


Künstlerische Zusammenarbeit mit


Morris Day, Larry Graham, George Clinton, Jevetta Steele, Mavis Staples, Sheila E., Sheena Easton, Miles Davis, Maceo Parker, Kate Bush, Chaka Khan, Madonna, Lenny Kravitz, Martika, Nikka Costa, Stevie Wonder, The Time, Jesse Johnson, Gwen Stefani, No Doubt, Loïs Lane, Candy Dulfer, Carmen Electra, Ingrid Chavez, Taja Sevelle, Jill Jones, Wendy & Lisa, Magie Cox, Mayte, Nona Gaye, The Family, Tamar, Patti La Belle, Mica Paris, Kim Basinger, Dale, The Bangles, Joe Cocker, Tevin Campbell, Sinéad O'Connor, Vanity 6, Apollonia 6

Weblinks


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