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Preußische T 20
DRG Baureihe 95
DB Baureihe 95
DR Baureihe 95
kein Bild vorhanden
Anzahl 45
Nummernreihe DRG 95 001 - 95 045
Hersteller Borsig
Hanomag
Indienststellung 1922 - 24
Ausmusterung bis 1978
Bauart 1'E1' h2
Betriebsgattung Gt 57.19
mittlere Kuppelachslast 19,1 Mp
Länge über Puffer 15.100 mm
Ø Treibrad 1400 mm
Ø vorderes Laufrad 850 mm
Ø hinteres Laufrad 850 mm
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Kesselüberdruck 14 kp/cm²
Kolbenhub 660 mm
Zylinderdurchmesser 700 mm
Rostfläche 4,36 m²
Verdampfungsheizfläche 200,0 m²
Überhitzerheizfläche 62,5 m²
Leistung 1620 PSi
Lokreibungslast 95,3 Mp
Lokdienstlast 127,4 Mp
Bremsbauart Selbsttätig wirkende Druckluftbremse Bauart Knorr von vorn wirkend auf Kuppelachsen 1 bis 4, Riggenbach-
Gegendruckbremse

BR95Dampflok.jpg Die Preussische T 20 war eine fünffachgekuppelte Tenderlokomotive mit der Achsfolge 1'E1', welche die Deutsche Reichsbahn 1922 für den Einsatz vor schweren Güterzügen auf steilen Hauptstrecken beschaffte. Die Entwicklung der Baureihe erfolgte noch durch die Preußische Staatseisenbahnen.

Geschichte


Die ersten, 1922 gebauten, zehn Lokomotiven wurden als T 20 Magdeburg 9201 bis 9210 bestellt und, da für sie zunächst die Baureihe 77 vorgesehen war, als 77 001 bis 77 010 geliefert. Bereits 1923 wurden sie in 95 001 bis 95 010 umgezeichnet. Insgesamt wurden bis 1924 45 Lokomotiven gebaut. Die Einsatzgebiete waren unter anderem die Sonneberg-Probstzella-Bahn, die Spessartrampe, die Frankenwaldbahn, die Geislinger Steige, die Schiefe Ebene und die Rübelandbahn.

Die Lokomotiven waren die stärksten Tenderloks, welche von der DRG beschafft wurden. Sie konnten in der Ebene bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h eine Zuglast von 2060 Tonnen befördern und bei 25 Promille Steigung mit 25 km/h Geschwindigkeit immer noch 430 Tonnen. Die sehr hohe Reibungslast von 95,3 Mp ermöglichte den Verzicht auf Zahnstangenbetrieb bis zu einer Steigung von 70 Promille, insbesondere auch, weil die Riggenbach-Gegendruckbremse bei der Talfahrt das Abbremsen der hohen Lasten sicher stellte.

Von den 45 Exemplaren der Reichsbahn übernahm die Deutsche Bundesbahn 14 Stück, die in Aschaffenburg stationiert waren und als Schiebelokomotiven auf der Spessartrampe eingesetzt wurden. Sie wurden 1956 ausgemustert.

31 Lokomotiven kamen zur Deutschen Reichsbahn in der DDR. Von diesen wurden zwischen 1971 und 1973 24 Stück auf Ölhauptfeuerung umgebaut und zehn erhielten einen Neubaukessel. Die letzten Lokomotiven wurden 1978 ausgemustert.

Erhalten sind die 95 0027 im Eisenbahnmuseum Arnstadt, die 95 0009-1 im Eisenbahnmuseum Dieringhausen sowie die 95 0028 in Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen und die 95 1016(ex Bw Kamenz) im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg.

Literatur


  • Wolfgang Brozeit, Hans Müller, Günter Bölke: Baureihe 95. transpress Verlagsgesellschaft 1990, ISBN 3-344-70377-1
  • Harald Vogelsang: Die Fahrzeuge und Anlagen des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen, ISBN 3-921700-99-X


Weblinks


Dampflokomotive | Triebfahrzeug (Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft) | Triebfahrzeug (Deutsche Reichsbahn der DDR) | Triebfahrzeug (Deutsche Bundesbahn)

 

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