Der SC Preußen 06 e.V. Münster ist ein Sportverein aus Münster (Westfalen). Gegründet wurde der Verein am 30. April 1906 als Schülerverein. 1921 wurde er in Sportclub umbenannt. Im Jahr 1951 scheiterten die Preußen im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft nur knapp gegen den 1. FC Kaiserslautern. Nach einer eigenen 1:0-Führung verloren die Westfalen am Ende noch mit 1:2 gegen Fritz Walters FCK. Im Jahre 1963 war er Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß-Grün, das Wappentier ist der Adler. Zur Zeit spielen die Preußen in der Oberliga Westfalen.
Der Kader 2006/2007
Nach dem Abstieg in die
Oberliga startet der Verein mit einem nahezu gänzlich neu aufgestellten Kader in die neue Saison; allein
Ansgar Brinkmann und
Peter Schyrba verbleiben aus dem letztjährigen Kader der
Regionalliga beim SC Preußen Münster. Bemerkenswert am neuen Kader ist, dass sieben Neuzugänge ihrem alten Trainer
Georg Kreß von
Wattenscheid 09 zu den Preußen folgten.
Torwart
Michael Joswig
Bastian Görrissen
Abwehr
Dirk Caspers
Sebastian Krug
Artur Matlik
Peter Schyrba
Krisztian Szollar
Simon Talarek
Markus Wersching
Mittelfeld
Ansgar Brinkmann
Alexander Ende (Kapitän)
Uwe Seggewiß
Stefan Siedschlag
Alexander Thamm
Farat Toku
Angriff
Rafael "Figo" Figueiredo
Adrian Gurzynski
Lars Kampf
Frank Mayer
Marius Sowislo
Der Trainerstab 2006/2007
Trainer
Georg Kreß
Co-Trainer
Harald Menzel
Torwarttrainer
Jörg Jüttner
Teammanager
Carsten Gockel
Der "100.000-Mark-Sturm"
Ab Ende der
1940er Jahre lockten die Preußen eine Reihe überdurchschnittlicher
Angreifer ins Münsterland, die 1950/51 als "100.000-Mark-Sturm" legendär wurden; das waren Rechtsaußen
Fiffi Gerritzen aus
Oldenburg, der nicht nur 1951 gegen
Österreich Ecken direkt verwandeln konnte, der
Dortmunder Borusse Adi Preißler, Mittelstürmer
Rudi Schulz,
Jupp Lammers und Linksaußen
Sigi Rachuba (
SpVgg Erkenschwick), dazu Weghorst und ab 1952
Werner Erb von
Altona 93.
Die Spieler bestritten allerdings später, dass sie so viel Geld bekommen hätten: Adi Preißler erinnert sich an eine Tankstelle, die er pachten konnte, mit der aber wegen der damaligen Benzin-Rationierung kein Geld zu verdienen gewesen sei; und Gerritzen erzählt: "Nach dem Training bekamen wir eine Flasche Milch und ein Würstchen mit Kartoffelsalat. Das kostete 1,90 DM, und die wurden auch noch auf unser Vertragsspielergehalt angerechnet, bis wir dagegen auf die Barrikaden gingen." Die griffige Formulierung "100.000-Mark-Sturm" geht wohl auf einen Journalisten zurück, der damit den Wert der Angriffsreihe umschreiben wollte, die mit dem Erreichen des Meisterschaftsendspiels 1951 ihren sportlichen Höhepunkt erlebte.
Die 1950er Jahre
In der Saison 1950/51 kam die Mannschaft auf Platz 2 der Oberliga West, einen Punkt hinter dem
FC Schalke 04. In der Qualifikationsrunde zur Deutschen Meisterschaft schaltete Preußen Münster dann den
1. FC Nürnberg, den
Hamburger SV und
Tennis Borussia Berlin aus. Im Endspiel gegen den
1. FC Kaiserslautern verlor die Mannschaft vor 100.000 Zuschauern im
Olympiastadion Berlin mit 1:2.
Die 1960er Jahre
1962 unternahm die Mannschaft eine Südamerikareise und bestritt Freundschaftsspiele gegen die Nationalmannschaften Chiles und Argentiniens.
Das erste Bundesligaspiel am 24. August 1963 gegen den Hamburger SV wurde von 40.000 Zuschauern im Preußenstadion verfolgt und endete 1:1, nachdem Münster durch ein Tor von Falk Dörr geführt hatte. Nach gutem Saisonstart folgte eine Serie siegloser Spiele, darunter eine 0:5-Auswärtsniederlage in Hamburg. Am Ende der Saison stand Münster als Absteiger fest.
Die 1970er Jahre
In den 70er Jahren hatte der SCP die bis heute besten Chancen, um wieder in die
Bundesliga zurückzukehren. Doch sowohl in den Jahren 1976, 1978 und 1979 wurde man in der zuvor neu gegründeten 2. Bundesliga Nord Dritter und verpasste den Aufstieg um jeweils einen Platz.
Besonders in Erinnerung ist dabei das 4:1 gegen den direkten Aufstiegsrivalen Borussia Dortmund im Mai 1976. Im strömenden Regen und vor über 40.000 Zuschauern im restlos überfüllten Preußenstadion spielte Münster den BVB schwindelig, fand sich aber dennoch 3 Spieltage später auf dem besten Nichtaufstiegsplatz wieder.
Die 1980er Jahre
Zur Saison 1981/1982 führt der
DFB die eingleisige 2. Bundesliga ein. Durch einen 13. Platz in der Vorsaison kann sich Münster für diese nicht qualifizieren und wird erstmals drittklassig.
Nach sechs vergeblichen Anläufen wird der SC Preußen 1988 Meister der Oberliga Westfalen, scheitert jedoch in der damals noch ausgespielten Aufstiegsrunde zur 2.Bundesliga an Hertha BSC Berlin. 1989 gelingt erneut die Meisterschaft und Preußen Münster steigt nach einem 0:0 im entscheidenden Spiel der Aufstiegsrunde gegen den MSV Duisburg in die 2.Bundesliga auf.
Sportliche Erfolge
- Deutscher Vize-Meister 1951
- Deutscher Amateurmeister 1994
- Rekordmeister der Oberliga Westfalen (4 Titel)
Sportliche Misserfolge
- Abstieg in die Bezirksklasse 1928 (2.Liga)
- Abstieg in die Bezirksklasse 1941 (2.Liga)
- Abstieg in die Landesliga Westfalen Gruppe 2 1947
- Abstieg in die Regionalliga West 1964 (2. Liga)
- Abstieg in die Amateuroberliga Westfalen 1981 (3. Liga)
- Abstieg in die Amateuroberliga Westfalen 1991 (3. Liga)
- Abstieg in die Oberliga Westfalen 2006 (4. Liga)
Geschichte
Stadion
Preußenstadion, Hammer Straße - aktuelles Fassungsvermögen: 15050
Seit den 1980er Jahren wurde ein Um- oder Neubau des Preußenstadions in Münster diskutiert, insbesondere nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga 1989. Im Dezember 2000 scheiterte das Projekt Preußen-Park endgültig.
Trainer
- Saison 1948/1949 Prokoph
- Saison 1949/1950 Willy Multhaup
- Saison 1950/1951 Willy Multhaup
- Saison 1951/1952 Willy Multhaup
- Saison 1952/1953 Willy Multhaup
- Saison 1953/1954 Tretter
- Saison 1954/1955 Paul Böhm
- Saison 1955/1956 Paul Böhm
- Saison 1956/1957 Günther Henschke
- Saison 1957/1958 Günther Henschke
- Saison 1958/1959 Kuno Klötzer
- Saison 1959/1960 Kuno Klötzer
- Saison 1960/1961 Kuno Klötzer
- Saison 1961/1962 Richard Schneider
- Saison 1962/1963 Richard Schneider
- Saison 1963/1964 Richard Schneider
- Saison 1964/1965 Richard Schneider
- Saison 1965/1966 Richard Schneider
- Saison 1966/1967 Povoslav Mihailovic
- Saison 1967/1968 Bernd Trautmann
- Saison 1968/1969 Bernd Trautmann - ab 17. September 1968 Rudolf Schnippe - ab 31. Dezember 1968 Richard Schneider
- Saison 1969/1970 Richard Schneider - Dagmar Drewes (zeitweise)
- Saison 1970/1971 Richard Schneider - Falk Dörr (zeitweise) - ab 11. Dezember 1970 Alfred Schmidt
- Saison 1971/1972 Alfred Schmidt
- Saison 1972/1973 Slobodan Cendic
- Saison 1973/1974 Slobodan Cendic - bis 18. März 1974 zwischenzeitlich Bernd Kipp (Spieler) und Günter Wellerdieck (1. Vorsitzender von Preußen Münster)
- Saison 1974/1975 Werner Olk - bis 1. April 1975 danach Hans-Werner Moors]] (als Interimstrainer)
- Saison 1975/1976 Detlev Brüggemann - bis 21. August 1975, ab 8. September 1975 Rudi Faßnacht
- Saison 1976/1977 Rudi Faßnacht - bis 22. Februar 1977, Günter Wellerdieck ( 1. Vorsitzender von Preußen Münster) - ab 1. April 1977 Werner Biskup
- Saison 1977/1978 Werner Biskup
- Saison 1978/1979 Werner Biskup
- Saison 1979/1980 Werner Biskup
- Saison 1980/1981 Günter Exner - ab 13. Januar 1981 Rudi Faßnacht
- Saison 1981/1982 Zoltan Varga - ab 7. Dezember 1981 Horst Blankenburg (als Interimstrainer)
- Saison 1982/1983 Ernst Mareczek
- Saison 1983/1984 Ernst Mareczek
- Saison 1984/1985 Ernst Mareczek
- Saison 1985/1986 Günter Exner
- Saison 1986/1987 Helmut Horsch
- Saison 1987/1988 Helmut Horsch
- Saison 1988/1989 Helmut Horsch
- Saison 1989/1990 Elmar Müller - ab 8. März 1990 Ernst Mareczek
- Saison 1990/1991 Gerd Roggensack - ab 24. April 1991 Siegfried Melzig bis 17. Juni 1991
- Saison 1991/1992 Hans-Werner Moors
- Saison 1992/1993 Hans-Werner Moors
- Saison 1993/1994 Hans-Werner Moors - ab 9. Mai 1994 Ernst Mareczek
- Saison 1994/1995 Fritz Bischoff
- Saison 1996/1997 Fritz Bischoff - ab 15. August 1995 Bernd Kipp, ab 29. August 1995 Alfons Weusthoff
- Saison 2000/2001 Stefan Grädler
- Saison 2001/2002 Stefan Grädler - ab Januar Neale Marmon
- Saison 2002/2003 Neale Marmon - ab Dezember Peter Vollmann
- Saison 2003/2004 Peter Vollmann - ab November Hans-Werner Moors
- Saison 2004/2005 Hans-Werner Moors
- Saison 2005/2006 Colin Bell - ab 21. November 2005 Stefan Grädler - ab 19. Dezember 2005 Hans-Werner Moors
- Saison 2006/2007 Georg Kreß
Bekannte ehemalige Spieler
Weblinks
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