| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Prenzlau.png | Karte_prenzlau_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Landkreis: | Uckermark |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 34 m ü. NN |
| Fläche: | 142,18 km² |
| Einwohner: | 20.951 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 147 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 17291 |
| Vorwahl: | 03984 |
| Kfz-Kennzeichen: | UM (früher PZ) |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 73 452 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Steintor 4 17291 Prenzlau |
| Website: | www.prenzlau.info |
| Bürgermeister: | Hans-Peter Moser (Linkspartei) |
| Lage der Stadt Prenzlau im Landkreis | |
| Prenzlau_in_UM.png | |
Prenzlau ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Uckermark im Bundesland Brandenburg (Deutschland).
Bewohnte Gemeindeteile der Stadt Prenzlau sind:
Die ehemals selbständigen Gemeinden Dedelow, Klinkow, Güstow, Schönwerder, Dauer und Blindow gehören seit dem 1. November 2001 zur Stadt Prenzlau. Durch diese Fusion im Rahmen der Gemeindegebietsreform stieg die Einwohnerzahl der Stadt auf rund 22.000 (Haupt- und Nebenwohnsitze) an.
Gegen Ende des 12. Jahrhunderts kamen im Zuge der feudalen Ostexpansion zahlreiche niederdeutsche Siedler in das Gebiet und legten eigenständige Siedlungen an. Die Kirchen der Stadt zeigen heute noch, wo sich einst die Zentren der einzelnen Siedlungen befunden haben.
Erstmalig 1187 urkundlich erwähnt, verlieh der Pommernherzog Barnim I. im Jahre 1234 Prenzlau das Stadtrecht. Doch schon 1250 musste Pommern weitere Teile der Uckermark, unter ihnen auch Prenzlau, den brandenburgischen Grafen überlassen.
Ständig wechselnde landesherrliche Machtverhältnisse prägten das Geschehen in der Folgezeit. Erst 1426 fanden die Kämpfe und Auseinandersetzungen eine Ende, als Prenzlau endgültig unter die Herrschaft Brandenburgs geriet. Dennoch erlebte Prenzlau im 13./14. Jahrhundert seine Blütezeit und entwickelte sich zum bedeutendsten Ort der Uckermark.
Sehr zu leiden hatte Prenzlau unter dem Dreißigjährigen Krieg und dessen Folgen. Die gesamte Region wurde stark entvölkert und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit befand sich an einem Tiefpunkt. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts erholte sich die Anzahl der Einwohner durch den Zuzug von Hugenotten wieder. Diesen gelang es durch Einführung neuer Produktionsmethoden viele Gewerbezweige neu zu beleben. Weitere Maßnahmen, wie intensive Stadtbebauung und die Ausweitung der Postwege, sowie ein generelles Erstarken des Handwerks führten zu einer wirtschaftlichen Erholung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Einen erneuten Rückschlag erlitt die Stadt jedoch durch den Siebenjährigen Krieg. Prenzlau war bereits im 17. Jahrhundert zur Garnisonsstadt erklärt worden und militärische Bauten prägten das Stadtbild immer stärker. Von 1806 bis 1812 hatte Prenzlau unter französischer Besetzung und hohen Kontributionslasten zu leiden.
Im Zweiten Weltkrieg hatte Prenzlau ca. 600 Todesopfer zu beklagen. Schätzungsweise 85 % des Stadtgebietes wurden zerstört. Mit dem Wiederaufbau wurde im Jahre 1952 begonnen. Wegen Wohnungsknappheit und geringer Wirtschaftskraft in den Nachkriegsjahren wurden hauptsächlich Plattenbauten errichtet.
Zunächst stand die Agrarindustrie im Mittelpunkt der Wirtschaft. Betriebe wie die Zuckerfabrik, der Milchhof, eine Getreidemühle und eine Brauerei waren wichtige Arbeitgeber. Die Gründung des Armaturenwerks Prenzlau (AWP) 1967 schaffte mehr als 1000 neue Arbeitsplätze und wurde zum größten Arbeitgeber der Stadt.
Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung kam es zu umfassenden Umbrüchen in allen Bereichen. Das Stadtbild wurde durch Sanierung zahlreicher Gebäude und Straßen verändert. Einstige Kasernen wurden zu Verwaltungs- oder Schulgebäuden umfunktioniert. Viele Betriebe mussten schließen, andere waren genötigt, ihr Personal drastisch zu reduzieren.
Die Bundesautobahnen 11 und 20 verlaufen in der Nähe der Stadt, die Bundesstraßen 109 und 198 kreuzen sich hier.
Durch Prenzlau führt der Radfernweg Berlin-Usedom.
Dazu zählen:
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