Unter dem Begriff Preisdifferenzierung oder Preisdiskriminierung als Teil der Preispolitik versteht man in den Wirtschaftswissenschaften die Unterscheidung zwischen verschiedenen Kunden bei der Höhe der Preise gleichartiger Güter. Es können beispielsweise für verschiedene Ausführungen, Mengen, Zeiten, Orte, Abnehmergruppen oder Verwendungszwecke unterschiedliche Preise gefordert werden (z.B. Studentenabo, Rentnerrabatte). Voraussetzung hierfür ist, dass der Markt trennbar ist. Das Ziel der Preisdifferenzierung besteht darin, durch Bildung von Teilmärkten den Gewinn zu vergrößern. Man spricht daher von perfekter Preisdifferenzierung (perfekter Preisdiskriminierung; auch: Preisdifferenzierung Erster Ordnung), wenn es dem Anbieter gelingt, von jedem Kunden genau den Preis zu verlangen, den er gerade noch bereit ist zu zahlen.
Eine Preisdifferenzierung liegt immer dann vor, wenn ein Unternehmen Güter gleicher Art zu verschiedenen Preisen verkauft und sich die Preisunterschiede nicht oder nicht gänzlich durch Kostenunterschiede begründen lassen. Oft hängt die Preisdifferenzierung eng mit der Produktdifferenzierung zusammen. Man spricht dann noch so lange von echter Preisdifferenzierung, wie die Preisunterschiede der verschiedenen Qualitätsstufen größer sind als die entsprechenden Kostenunterschiede.
Für eine wirksame vertikale Preisdifferenzierung gelten folgende Bedingungen:
Neben der vertikalen Preisdifferenzierung gibt es die horizontale Preisdifferenzierung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung des Preises von Computerprozessoren im Verlaufe der Zeit.
Price discrimination | Hintadiskriminointi | Discrimination par les prix | Árdiszkrimináció | 价格歧视
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