Als Prävention bezeichnet man eine Handlung, die einer Gefahr vorbeugen soll.
Der Begriff wird verwendet in:
Zielsetzung Prävention zielt auf die Vermeidung des Auftretens von Krankheiten und somit auf die Eindämmung von Verbreitung als auch der Reduktion von Auswirkungen. Die Strategie ist also eine Vermeidungsstrategie. Insofern ist der Begriff von Pathogenese geprägt. Gesundheitsförderung zielt hingegen auf die Stärkung der gesundheitlichen Entfaltungsmöglichkeiten, um verbesserte Lebensbedingungen zu schaffen. Hierbei werden ökonomische, kulurelle, soziale, bildungsmäßige und hygienische Aspekte miteinbezogen. Dieser Begriff ist also von der Salutogenese geprägt.
Zudem liegt der Unterschied in der Eingriffslogik, welche unterschiedliche Strategien nach sich ziehen.
Wirkungsprinzip Die Prävention stützt sich auf Prognosen, d. h. auf die Risikofaktoren (genetisch, physiologisch, psychisch, behavorial, regional, umweltbezogen), die ausgeschalten oder reduziert werden sollen. Man stützt sich also auf eine Wahrscheinlichkeitsbasis. Im Gegenzug stärkt und fördert die Gesundheitsförderung Schutzfaktoren und Ressourcen des Individuums.
Gemeinsamkeit Beide Konzepte meinen ein gezielten Eingreifen (Intervenieren) von öffentlichen und/oder professionell Handelnen, um Entwicklungen von Morbidität und Mortalität bei Einzelnen/der Bevölkerung zu beeinflussen.
Beide werden im Rahmen einer Integration ins bestehende Versorgungssystem befürwortet, aber auch kritisiert, weshalb der Schwerpunkt im Gesundheitswesen teilweise noch immer auf der Therapie oder Kuration liegt. Es ist unumstritten, dass sie einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität im Sinne einer Morbiditätskompression nehmen. Jedoch gelten folgende Punkte als Kritikpunkte: kommt es tatsächlich zu gesundheitsökonomischen Einsparungen durch präventive oder gesundheitsfördernde Maßnahmen? Prävention kommt meist nicht der größen Risikogruppe zu gute (Aspekt der sozialen Benachteiligung wird meist nicht berücksichtigt) und Gesundheitsförderung hat meist keine klare Zielgruppenausrichtung und sollten sich daher beide an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientieren. Des Weiteren steht man bei Prävention im Sinne der Wirksamkeit oftmals vor einem Dilemma, das als Präventionsparadoxon bezeichnet werden kann. Dies meint, dass die gesellschafltich Krankheitslast zwar verringert werden soll, jedoch der indiviudelle Profit bei einer Zielgruppenspezifizierung höher ist. Was tun?
Eine Durchsetzung zur Integration ist abgesehen davon von politischen und wirtschaftlichen Nutzen abhängig als auch dem Ausgleich von sozialer Benachteiligung.
Durch Prävention wird dem Einzelnen Kausalität und Verantwortung zugeschrieben, auf das eigene Handeln! Gesundheitsförderung versucht dem einen Ausgleich zu bieten durch Empowerment und Settingansatz. Dadurch soll Gesundheit zur gemeinsamen Aufgabe werden.
Erfolg von Prävention
Prävention schlägt oftmals aus verschiedensten Gründen fehl: eine rein kognitive Ansprache (z. B. durch Aufklärung) hat eine zu geringe Nachhaltigkeit. Jedoch sind die Ausrichtung auf das Individuum erfolgversprechen, da hierbei persönliche Bewältigungsstrategien und eine gesundheitliche Lebensführung gestärkt werden. Sanktionen versprechen ebenso eine hohe Wirkung, werden jedoch bislang kaum angewendet. Zudem ist eine komplementäre Verbindung von Prävention und Gesundheitsförderung sinnvoll.
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