Die Prävalenz oder auch Grundanteil ist eine Kennzahl der Epidemiologie und sagt aus, wieviele Individuen einer bestimmten Population an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind. Sie gibt eine absolute Häufigkeit an. Die Prävalenzrate ist dagegen eine relative Größe; sie wird bestimmt durch die Zahl der Erkrankten im Verhältnis zur Zahl der Untersuchten. Wird nur die Zahl der Neuerkrankten betrachtet, spricht man von Inzidenz.
Prävalenz kann für bestimmte Fragestellungen folgendermaßen präzisiert werden:
Bedeutung von Prävalenzangaben anhand des Beispiels Adipositas:
Wenn in Amerika der Anteil der schwer Übergewichtigen (somit "das Merkmal, die Krankheit") in der erwachsenen Bevölkerung (die "bestimmte Population"; bei Kindern stellt sich das Problem wieder anders!) von 12,0% im Jahr 1991 auf 17,9% im Jahr 1999 stieg, kann die Dynamik des Geschehens mittels Angabe zweier Punktprävalenzen weit besser vermittelt werden, als wenn man den Anteil der Übergewichtigen als Periodenprävalenz (zwischen 1991 und 1999) angegeben hätte. Noch aussagekräftiger wird die Untersuchung, wenn erkannt wird, dass diese Zunahme unabhängig vom Geschlecht, von soziodemographischen Gruppen und geographischen Regionen des Landes erfolgte, wenn also mit der genaueren Bestimmung der untersuchten Population das Problem als ein Gesamtgesellschaftliches erkannt wird.
Prevalence | Prevalencia | Prévalence | Prevalenza (medicina) | Prevalentie | Chorobowość | Prevalencia
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"Prävalenz".
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