Mit Präventivschlag wird allgemein ein militärischer Angriff (mitunter auch der Polizei gegen geplante Verbrechen) bezeichnet, der einem objektiv drohenden (oder auch nur vermuteten oder propagandistisch vorgeschobenen) Angriff des Gegners zuvorkommen soll.
Der Präventivschlag führt
Ein Stillstand der militärischen Aktionen ist in der Regel nicht Ziel des Vorgehens.
Präventivkriege werden als vorweggenommene Verteidigung gerechtfertigt, da der bevorstehende Angriff des Gegners nur vorweggenommen werde, um den Vorteil des Angreifers der eigentlich bedrohten Seite zukommen zu lassen. Gegner dieser Argumentation führen an, dass sich auf diese Art fast jeder Angriffskrieg in eine Verteidigungshandlung umdefinieren ließe.
Ein bekanntes Beispiel für einen Präventivkrieg ist der Einmarsch Friedrichs des Großen in Sachsen 1756, der Auslöser für den Siebenjährigen Krieg war. Obwohl Friedrich in Dresden Belege für die gegen ihn geschmiedete Koalition fand, galt er durch den Überfall als Aggressor.
In der Militärgeschichte sind zahlreiche weitere Beispiele für Präventivschläge bekannt:
Dieses Beispiel zeigt die Unsinnigkeit der Aktion, denn auch die Besetzung Belgiens, Dänemarks, Norwegens und der Niederlande wurde im 2. Weltkrieg entweder damit begründet dem Kriegsgegner, in diesem Fall England, keine kriegswichtigen Rohstoffe (Eisenerz) in die Hände fallen zu lassen oder die Möglichkeit einer Invasion (Landung auf dem Kontinent) zu nehmen.
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