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Power Structure Research (deutsche Übersetzung: Macht-Strukturen-Forschung) ist ein Zweig der Eliteforschung. Ziel des Power Structure Research ist, die Macht- und Privilegienstrukturen der Machtelite, bzw. die formellen und informellen sozialen Netzwerke, in denen sich sehr viel Macht konzentriert und instituionalisiert, auf möglichst aktuellem Niveau beschreibend darzustellen.

Historische Entwicklung


Das moderne Power Structure Research hat seine Wurzeln in den radikalen sozialen Bewegungen in den USA der 1960er und 1970er Jahre. Sie begann mit C. Wright Mills (1916-1962) 1956 herausgegebener Analyse The Power Elite. Mills liefert in diesem Buch eine Analyse, derzufolge die wenigen reichen Familien nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer neuen Elite, der Corporate Rich verschmolz, in die auch Teile der politischen, militärischen, wissenschaftlichen und die Medienelite aufgingen. Andere Einflussfaktoren für die Entstehung des Power Structure Research waren

Forschungsgegenstand


Die Power Structure Research geht davon aus, dass es Netzwerke gibt von einigen tausend Personen, in denen die wichtigsten staatlichen, parlamentarischen und gesetzgeberischen Aktivitäten vorentschieden werden. Forschungsgegenstand seien daher die Elemente dieser Zusammenhänge, insbesondere

Fokus des Interesses sind - nach Hans-Jürgen Krysmanski - in der Reihenfolge

  1. die Gruppe der Reichen und Superreichen und deren soziale und kulturelle Netzwerke
  2. die Finanzmanager
  3. die Abhängigkeiten der politischen Klasse und der Parteien von der Machtelite

Die Website Who rules? An Internet Guide to Power Structure Research listet sechs Angriffspunkte für das Power Structure Research auf:

Elemente des Power Structure Research


Power Structure Research wird in erster Linie von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen betrieben. Darüber hinaus aber auch von Journalisten und Journalistinnen, Forschern und Forscherinnen aus den Gewerkschaften und aus den Sozialen Bewegungen. Bislang fand die Forschung statt durch intensive Nutzung von Bibliotheken und Archiven, Beobachtung der Presse, Durchforstung von Regierungsdokumenten und Interviews mit Insidern. Diese Forschung wird heutzutage ergänzt durch intensive Internet-Recherche.

Exemplarische Ergebnisse


Nach Hans-Jürgen Krysmanski lässt sich die Struktur der Machteliten folgendermaßen fassen:

Funktionszusammenhang von Machteliten unter dem Aspekt ihrer Rolle im System der Produktionsverhältnisse (Eigentums-, Verwertungs-, Verteilungs-, Arbeitsverhältnisse)
Eigentumsverhältnisse Verwertungsverhältnisse Verteilungsverhältnisse Arbeitsverhältnisse
Eigentumsverhältnisse Geldelite Verwertungseliten (z.B.Banken)Verteilungseliten (politisches Direktorat)Wissenseliten (z.B.Clubs)
Verwertungsverhältnisse Verwertungseliten (z.B.CEOs)Verwertungseliten (z.B.Fixers)Verteilungseliten (Roundtables)Wissenseliten (Denkfabriken)
Verteilungsverhältnisse Verteilungseliten (Policy-Groups) Verteilungseliten (Policy-Groups)Verteilungseliten (Parteien)Wissenseliten (Foundations)
Arbeitsverhältnisse Wissenseliten (Finanz-Experten)Wissenseliten (Ökononomie-Experten)Wissenseliten (z.B.Medien)Wissenseliten (Sozialwissenschaftler)
(H.J.Krysmanski: Power Structure Research: Deskriptionsmodelle der herrschenden Klassen heute )

Den Kern dieses Funktionszusammenhangs bilde die Geldelite, um sie herum bilde sich der Ring der Verwertungsmacht, darum herum der Ring der Verteilungsmacht und ganz aussen befinde sich die ''Schicht der Technokraten und Dienstleister.

Wichtigste Vertreter des Power Structure Research


Literatur


Weblinks


Spezielle Soziologie | Elite

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Power Structure Research".

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