Die POTOSÍ war nach der FRANCE I und MARIA RICKMERS der Welt drittes Segelschiff mit der Takelage einer Fünfmastbark.
Sie fuhr für die Reederei F. Laeisz (FL), Hamburg, als Frachtsegler in der Salpeterfahrt Deutschland-Chile. Wie alle FL-Segler hatte sie keinen Hilfsantrieb. Benannt wurde sie, wie alle Schiffe von FL seit 1875 mit einem mit "P" beginnenden Namen, nach der bolivianischen Stadt Potosí. Erster Schiffsführer war der berühmte Kapitän Robert Hilgendorf, der wahre Rekorde mit diesem damals größten Segler der Welt (bis 1902) erreichte. Insgesamt absolvierte das große Schiff 27 Rundreisen unter fünf Kapitänen bis zu seiner Internierung in Chile. Noch während der Internierungszeit 1914-1920 wurde sie an die Reederei F. A. Vinnen, Bremen, verkauft und 1920 als Reparationszahlung nach Frankreich ausgeliefert. Von dort wurde sie nach Buenos Aires, Argentinien, kurze Zeit später an die chilenische Reederei González, Soffia & Cía., Valparaíso verkauft. In FLORA umbenannt machte sie noch eine Fahrt nach Hamburg in ihren alten Heimathafen unter dem ehemaligen Laeisz-Kapitän August Oetzmann mit einer Ladung Salpeter. Von dort segelte sie 1925 über Cardiff (Übernahme einer Ladung Kohle) nach Mejillones, Chile, zurück und geriet mit der Kohleladung vor der patagonischen Küste in Brand. Nach Aufgrundsetzen, Explosion, Ausbrennen und Tage späterem Wiederaufschwimmen und Abtreiben wurde sie als führerloses, ausgebranntes Wrack vor Comodoro Rivadavia vom argentinischen Kreuzer PATRIA versenkt.
Benennung der Masten:
Die POTOSÍ war nach der PREUSSEN der größte und schnellste der legendären Flying-P-Liner und eines der schönsten je gebauten Segelschiffe.
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"Potosí (Schiff)".
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