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Die Postwurfsendung ist eine Versendungsform der Post. Wurfsendungen sind Sendungen in Papierform, die nicht an eine bestimmte Person oder Haushalt gerichtet sind. Vielmehr werden sie in großer Menge und flächendeckend verteilt, um eine große Bevölkerungszahl mit der darin befindlichen Information zu versorgen. Meistens besteht die Wurfsendung aus Werbung auf Flyern. Der Postbote verteilt die Wurfsendung.

Bei der etwas kostengünstigeren Variante „An alle Haushalte mit Tagespost“ werden nur die Haushalte bedient, die am Verteiltag normale Briefpost erhalten. Das sind je nach Tag und Bezirk bis zu 60 % der Haushalte, insbesondere wenn genau dann Massenpost wie die Telefonrechnung versendet wird.

Je nach Bevölkerungsdichte gibt es 3 Entgelt-Stufen, am teuersten ist es im ländlichen Raum.

Die Post stellt genaue Unterlagen über Verteilbezirke und mit Tagespost erreichbare Haushalte bereit.

Postwurf-geeignet sind unadressierte Werbe-Drucksachen wie Prospekte, Kataloge, Flyer mit Werbecharakter.

In großem Stil wurde der Postwurf von Münz-Versandhäusern genutzt. Parteien setzen Postwurf-Sendungen gerne für ihre Wahlwerbung ein.

Kritik


Papierverbrauch, Verteilung und Entsorgung der Flyer nehmen hohe Ressourcen in Anspruch. Mancher sieht die Wurfsendungen als Papier-Spam. Demgegenüber muss es sich für viele Werbetreibende offensichtlich lohnen. Möbelhäuser, Supermärkte, Elektro-Discounter nutzen das Medium als "Traffic-Builder", um Kunden in ihre Läden zu locken. Die Erfolgskontrolle ist eingeschränkt möglich, eventuell durch Coupons. Beliebt ist auch das Abfragen der Postleitzahl an der Kasse.

Alternativen


  • Seit einigen Jahren gibt es die teiladressierte Versandform „Infopost-Spezial“ (an alle Bewohner des Hauses Musterstraße 33), die mehr und mehr dem Postwurf und auch Zeitungsbeilagen Konkurrenz macht.
  • Eigens angestellte Prospekt-Verteiler sind in vielen Fällen wesentlich kostengünstiger als der Postwurf, oft jedoch nicht so zuverlässig wie der Briefzusteller. Ausserdem dürfen sie, wie der Postbote auch, bei Werbeverweigerern (Aufkleber "Keine Werbung" am Briefkasten) keine Werbung einwerfen.
  • Anzeigenblätter und Zeitungen nehmen Beilagen auf, die auch Postwurf-geeignet sind. Anzeigenblätter werden immer mehr zu Beilagenträgern, da sie auch Werbeverweigerern zugestellt werden können. Die Anzahl der Beilagen nimmt jedoch z.T. starke Ausmasse an, sodass der Wert von Wochenblättern als Werbeträger relativiert werden muss.

Siehe auch


Weblinks


Werbung | Marketing | Postwesen

 

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