Das System der Postadressen in Japan (jap. 住所 Jūsho) basiert im Gegensatz zum deutschen nicht auf Straße und Hausnummer, sondern auf Verwaltungseinheiten und leitet sich von den historischen Einteilungen zur Besteuerung von Selbstverwaltungsgebieten ab.
Japanische Postleitzahlen (郵便番号 Yūbin-bangō) sind siebenstellig, mit einem Bindestrich zwischen der dritten und vierten Ziffer. Auf Vordrucken wird gerne das Zeichen für die japanische Post (〒) vorangestellt.
Die Nummern innerhalb des Stadtteils, beziehungsweise der Landgemeinde, werden überwiegend ohne Kategoriemerkmalen und nur durch einen Bindestrich voneinander getrennt angegeben.
Der Stadtteilabschnitt Chō (丁) von -chōme (丁目) stellt auch heute noch eine Verwaltungseinheit von Bedeutung dar. Jeder Chō wählt aus seiner Mitte von rund 100 Bewohnern einen Ältesten, der sich für seinen Abschnitt verantwortlich fühlt und über den entsprechende Kontakte laufen.
Wird die Adresse in lateinischer Schrift (Japanisch: Rōmaji) geschrieben, ist die Reihenfolge nahezu unerheblich. Die speziell zum entziffern dieser Adressangaben abgestellten Bediensteten in den Postverteilungsämtern stellen die verschiedenen ausländischen Schreibweisen japanischer Adressen meistens sehr zuverlässig zu.
| 100-8798 東京都 | 100-8798 Tokyo-to |
| 千代田区 | Chiyoda-ku |
| 霞ヶ関1-3-2 | Kasumigaseki 1-3-2 |
| 生田正治様 | Mr. IKUTA Masaharu |
Im Sonderfall Tōkyō wird innerhalb des 23-ku Bereiches keine Stadt angegeben.
Eine Adresse auf dem Land könnte so aussehen:
| 463-9260 岐阜県 | 463-9260 Gifu-ken |
| 上田郡 中村町 2639-34 | Kamida-gun Nakamura-chō 2639-34 |
| 川口一子様 | Ms. Kawaguchi Ichiko |
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"Postadressen in Japan".
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