Die Komparation (von lat. comparare „vergleichen“) ist in der Sprachwissenschaft die Steigerung von Adjektiven.
Im Deutschen haben nur die ersten drei eine eigenständige Adjektivform. Elativ und Exzessiv werden meist mit den Adverben sehr, respektive zu gebildet.
Im Deutschen gibt es drei Steigerungsformen:
- | Bezeichnung | deutsch | deutsch alternativ | Beispiel | - | Positiv | Grundstufe | Grundstufe | tief | - | Komparativ | Mehrstufe | Höherstufe | tiefer | - | Superlativ | Meiststufe | Höchststufe | am tiefsten | - |
|---|
Im Deutschen enden regelmäßig gesteigerte Adjektive im Komparativ auf -er und werden mit als zum Vergleichsobjekt verbunden. In einigen Dialekten wird als Verbindungswort wie genutzt (schwäbisch: besser wie). Mancherorts lebt gelegentlich auch das hochdeutsche, aber veraltete als wie wieder auf: (bairisch: besser wie oder, ein wenig seltener, eben besser als wie.)
Der Superlativ endet mit -st bzw. -est nach Konsonant und wird mit am verbunden.
Unregelmäßige Steigerungen sind Adjektive, die von der oben genannten Regel abweichen. Unregelmäßig sind
Grammatisch defekt ist z.B. der Komparativ minder, denn ihm fehlt die ungesteigerte Form (der Positiv); notfalls behilft man sich mit „wenig“ (Komparativ davon eigentlich: weniger).
Der Superlativ (lat. superlatio 'Übertreibung' Auch: Höchststufe, Meiststufe, 2. Steigerungsstufe) ist der höchste Steigerungsgrad (2. Steigerungsstufe) der Eigenschaftswörter. Zum Ausdruck kommt die größtmögliche Teilhabe an einer Eigenschaft. Viele Sprachen (z.B. im Dt., Engl., Lat.) verwenden den Superlativ innerhalb der Komparation (lat.: vergleichen), um einen graduellen Unterschied zwischen mindestens drei Vergleichswerten zu beschreiben, wobei der Superlativ den Wert mit dem höchsten Grad markiert. (siehe auch: Kompartionsparadigma)
Beispiele :
Werden jedoch keine Vergleichswerte im Satz benannt und der Superlativ drückt lediglich eine Betonung aus, dann entspricht der Superlativ dem Elativ, also dem absoluten Superlativ. Weitere graduelle Abstufungen erlauben dabei lexikalische Wortbildungsmittel und Intensitätspartikel.
Beispiele :
Nicht üblich ist die Komparation von
Nur einmal gesteigert werden zum Beispiel:
Beispiele:
Beispiele:
Beispiele:
Als veraltet gelten Superlative der Übertreibung. Beispiele:
In dieser nicht vergleichenden Verwendung wird das Adjektiv gegenüber dem Positiv abgeschwächt, nicht verstärkt. Eine ältere Dame ist nicht so alt wie eine alte Dame.
Eine nicht vergleichende Art der Verwendung findet sich parallel auch bei der zweiten Steigerungsform des Adjektivs, dem Superlativ. Sie wird Elativ genannt.
Eine solche Sprache ist Neugriechisch:
- | Stufe | (Neu-) Griechisch | Deutsch | - | Positiv | /kalos/ | 'gut' | - | Komparativ | /kaliteros/ | 'besser' | - | Superlativ | /to kaliteros/ | 'am besten' | - | Elativ | /kalotatos/ | 'sehr gut' |
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Der Elativ kann in der Übersetzung wiedergegeben werden mit:
Der Exzessiv des Baskischen (auch Elativ genannt) kann mit 'zu' übersetzt werden:
- | Stufe | Baskisch | Deutsch | - | Positiv | handi | 'groß' | - | Komparativ | handiago | 'größer' | - | Superlativ | handien | 'größten' | - | Exzessiv | handiegi | 'zu groß' |
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Komparativ | Comparative | Komparativo | Komparatiivi | Komparation
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"Komparation".
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