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Der Porsche 911 GT3 ist die Sportversion des Porsche 911 mit Saugmotor im Gegensatz zum turbogetriebenen 911 GT2. Die luftgekühlten Sportversionen, welche seine direkten Vorgänger sind, hatten die Bezeichnung Carrera RS.
Wie alle Porsche GT-Modelle zeichnet sich auch der 911 GT3 durch Verzicht auf alle nicht unbedingt notwendigen Komfort-Features aus. Er verkörpert somit die von vielen Puristen und Porsche-Fans geliebte Konzentration auf das zur puren Fahrfreude wesentliche Equipment. Wie alle Porsche 911 GT-Modelle ist auch der GT3 vom Motorsport inspiriert, genauer ist er die Straßenversion des jeweils aktuellen 911 GT3 Cup Rennwagens und jeweils nur soweit modifiziert, wie es zum Erhalt einer Straßenzulassung notwendig ist.
Die GT3 Modelle der Baureihe 996
Die erste GT3-Serie mit 265 kW (360 PS) ab 1999
Porsche GT 3 hl blue.jpg (Serie I, 265 kW). Der erste Sport-Elfer, der nicht mehr Carrera
RS hieß, schaffte es die Porsche-Fangemeinde mit dem ungeliebten 996 zufrieden zu stimmen.]]
Allgemeines
Der erste Porsche GT3 debütierte im Mai 1999 als Nachfolger, des mittlerweile schon legendären Porsche 911
Carrera RS, den er jetzt ersetzte. Er war damit das erste mit einem wassergekühlten
Saugmotor ausgerüstete Sportmodell des Porsche 911, und gleichzeitig der erste GT3 überhaupt. Die Bezeichnung
GT3 übernahm Porsche von der Klasse, in welcher die Motorsportversionen des GT3 bei Langstreckenrennen fahren würden, ähnlich seines Turbogetriebenen Bruders
GT2, der auf Basis der Vorgängerbaureihe 993 erschien und analog zum GT3 seine Bezeichnung durch die Klasse erhielt, in der seine Rennderivate eingesetzt wurden. Der Grundpreis lag zur Markteinführung bei damals schon stattlichen 179.500 DM im Modelljahr 1999 und 181.295
DM im Modelljahr
2000, was die 911-Jünger jedoch nicht davon abhielt reihenweise die Kaufverträge zu Unterzeichnen. Ganz im Gegenteil: Die ursprünglich auf 1350 Einheiten ausgelegte Sonderserie dieser puristischen Fahrmaschine wurde nachträglich auf insgesamt 1868 Exemplare erhöht, welche zum Großteil in Deutschland ihre Liebhaber fanden.
Karosserie
Die
Karosserie des GT3 basierte auf der Rohkarosserie des Carrera 4 und bot somit Platz für den Einbau eines 89-Liter statt des im 996 Carrera serienmäßigen 64-Liter Tank, dafür muß der GT3-Kunde allerdings auf das Notrad verzichten, anstelle dessen er aber ein Reifenreparatursystem mit Reifenfüllflasche erhält. Die Außenhaut stammte vom serienmäßigen Carrera und wurde nur zur Anpassung an die verbreiterte Carrera 4 Rohkarosserie im Bereich um die hinteren Radläufe um einige Millimeter gedehnt um eine optimale Passform zur verwendeten Rohkarosserie zu erreichen. Auffälligere äußere Erkennungszeichen des GT3 waren hingegen die gegenüber dem 996 Carrera veränderte Frontschürze sowie neugestaltete Seitenschweller und als markantestes Exterieurmerkmal der doppelstöckige
Heckflügel, der in drei Stufen verstellbar war und somit ein optimales
Setup für Straßen, Straßen-/Rennstrecken und ausschließlichen
Rennstreckeneinsatz bot.
Porsche GT 3 Spoiler.jpg, der die Fahrstabilität bei hohen
Geschwindigkeiten enorm verbessert. Bei
Rennstreckeneinsatz ist er unabdingbar]]
Motor und Getriebe
Mit dem auf Basis des Kurbelgehäuses der
luftgekühlten Baureihe
964 aufgebauten, genau 3.600 ccm Hubraumstarken 6-Zylinder-
Boxermotor welcher die Bezeichnung
M96/76 hatte, und dessen Wurzeln sich bis zu den Porsche-Rennsportwagen
962C und
911 GT1 zurückverfolgen lassen, verfügte er über 265 kW (360 PS) bei 7200 U/min - was einer Literleistung von genau 100 PS entspricht - und ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmetern bei 5000 U/min, die den nach DIN 1350 kg schweren Sportwagen in 4,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen ließen, und ihm zu einer Höchstgeschwindigkeit von 302 km/h laut Werk verhalfen. Die Kraftübertragung erfolgte über das noch aus dem
993 bekannte
G96/90 bezeichnete 6-Gang Schaltgetriebe auf die Hinterachse.
Fahrwerk und Reifen
welche mittels Reifen der Dimension 285/30 ZR 18, auf 8 J x 18 (vorne) und 10 J x 18 (hinten) großen, zweigeteilten 10-Speichen
Felgen mit verschraubtem Felgenkranz selbige
Leistung auf die Straße brachten.
Dort übernahmen
Pirelli P-Zero-Reifen die weitere Verwendung der zur Verfügung stehenden Leistung. Um eben diese wieder zu vernichten, verwendete man im Durchmesser 330 mm messende, gelochte und innenbelüftete, an der Vorderachse 34 mm und an der Hinterachse 28 mm starke Grauguss-
Bremsscheiben, die von rotlackierten 4-Kolben-Aluminium-Monobloc Festsätteln in die Zange genommen wurden. Die Maximalverzögerung, welche sie aufzubauen imstande waren lag im 11 m/s²-Bereich, was für Kraftfahrzeug-Bremsen sehr gut, für Porsche-
Bremsen jedoch nicht weiter ungewöhnlich ist. Auf
Wunsch, jedoch ohne Aufpreis, konnte der 996 GT3 auch als
Clubsport-Version bestellt werden. Im Gegensatz zum Standard GT3 verfügte der
Clubsport u.a. über ein Einmassen-Schwungrad, statt des normalen Zweimassen-
Schwungrades, sowie ein Gestänge zum
Gangwechsel anstelle der sonst üblichen Seilzüge, zudem im Innenraum einen mit der
Karosserie verschraubten, lackierten und in die Fahrgastzelle integrierten Überrollkäfig, feuerhemmende Sitzbezüge, 6-Punkt-Sicherheitsgurt für die Fahrerseite (beigelegt), ferner eine Abschaltautomatik für den Beifahrerairbag, einen Batteriehaupschalter sowie einen Feuerlöscher, welche allerdings nicht serienmäßig montiert sondern beigelegt waren. Im Gegenzug verzichtete der
Clubsport-Kunde allerdings auf die Seitenairbags, anstelle derer er aber verstärkte Türen erhielt.
Interieur
Die zweite GT3-Serie mit 280 kW (381 PS) ab 2003
Allgemeines
Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten GT3-Serie, beschloss man bei
Porsche, auf Basis des inzwischen überarbeiteten
Porsche 996 eine zweite Serie des 911 GT3 aufzulegen. Diese kam im
März 2003 zu den deutschen Porsche-Zentren.
Karosserie
Zur trauer der Leichtbau-Fetischisten unter den Porsche-GT-Enthusiasten, war der neue GT3 allerdings auch um 30
kg (jetzt 1380 kg) schwerer geworden, was einem dynamischeren Fahrvergnügen nicht gerade zuträglich war. Zwar konnte er dies durch seinen leistungstärkeren Motor mehr als nur ausgleichen, dennoch wäre eine gewichtsreduzierung nicht nur im
Interesse der GT3 Kunden, sondern auch im Interesse der
Porsche AG gewesen, da ein leichteres Fahrzeug tendenziell auch einen geringeren Verbrauch vorweisen kann, und die
Zuffenhausener sich bisher in ihrer
Historie ja auch der
effizienz ihrer Fahrzeuge verpflichtet fühlten.
Motor und Getriebe
Mit dem überarbeiteten 3,6
Liter-Motor des 996 GT3 der ersten Serie, der nach nach einer grundlegenden Optimierung jetzt satte 381
PS bei 7400 U/min leistete und mit ein maximales Drehmoment von nun 385 Nm bei 5000 U/min zu
Motorsportlichen Vergnügen der besonderen Art bereitstand.
Fahrwerk und Reifen
Interieur
Die erste GT3 RS-Serie mit 280 kW (381 PS) ab 2003
Allgemeines
Porsche 996 GT3 RS.jpg (Serie I, 280 kW) auf der
IAA 2003. Rote Seitenstreifen als Remineszenz an den legendären 911 Carrera
RS 2.7.]]
Auf
Basis des überarbeiteten Porsche 996 GT3 der mit nun 280 kW erhältlich war, legte Porsche im Herbst 2003 eine limitierte Serie des GT3
Clubsport auf. Sie hörte auf die
Bezeichnung GT3
RS und war durch konsequenten Leichtbau gegenüber dem Serienpendant um 20
kg leichter und zeichnete sich durch noch bessere Fahreigenschaften und eine kürzere Dauer, die für den 0-100 km/h Sprint benötigt wurde aus. Äussere Unterscheidungsmermale waren die je nach Kundenwunsch in
Rot oder
Blau ausgeführten Seitenstreifen, welche eine
Hommage an den
legendären Porsche 911 Carrera
RS zu verstehen waren (
siehe Foto rechts), welcher Anfang der
70er Jahre den Grundstein für die Motorsporterfolge des Elfers legte und zu seiner
Zeit das verkörperte, was heute der GT3 darstellt.
Karosserie
Motor und Getriebe
Fahrwerk und Reifen
Interieur
Die GT3 Modelle der Baureihe 997
Die dritte GT3-Serie mit 305 kW (415 PS) ab 2006
2006 SAG - Porsche GT3 -03.JPG.JPG mit 305 kW (auf dem
Genfer Auto-Salon 2006). Zur Freude vieler Porsche-Fans nun endlich wieder mit Rundscheinwerfern.]]
Allgemeines
Der Porsche 997 GT3 mit dem 305 kW (415 PS) starken 3,6-Liter-Sechszylinder-
Boxermotor debütierte im März 2006 auf dem
Genfer Auto-Salon und kam im
Mai 2006 zu den Porsche Händlern. Von den
Porsche-Marketing Verantwortlichen als „Die reine Lehre“ angepriesen, war er in den Augen der Porsche-Enthusiasten wieder ein echter GT3, der nur das zum
Zweck des sportlichen Fahrens notwendige
Equipment aufbot, auch wenn in der Ausstattung gegenüber seinen beiden Vorgängern einiges nun serienmäßig hinzugekommen war, wie z.B. das neue
Porsche
Active
Suspension
Managment (
PASM)-Fahrwerk, welches mittels...(
Satz vervollständigen!!!)
Karosserie
Auch der aktuelle GT3 bietet wieder eine Vielzahl
optischer Unterscheidungshilfen wie z.B das Bugteil mit schwarzer Spoilerlippe und zusätzlicher, ebenfalls schwarzlackierter Abluftöffnung die zur optimalen
Funktion durch
Bionik beeinflusst in
Bienenwabenstruktur ausgeführt, und vor dem Kofferraumdeckel, welcher sich elfertypisch wie der
Kofferraum vorne befindet, angebracht ist. Um sich vollends von seinen Serienbrüdern abzuheben verfügt der GT3 als einziger 911 über zentrale
Auspuff-Doppelendrohre und natürlich den schwarzen
GT3-Schriftzug, welcher auf Wunsch aber auch entfallen kann, im gegensatz zum obligatorische Heckflügel, der zur
Abtriebsmaximierung angebracht ist. Erstmals bei einem Serienfahrzeug, hat Porsche es mit dem neuen GT3 geschafft, die
Aerodynamik soweit zu perfektionisieren, das der
Saugmotor-Renner nun praktisch keinen
Auftrieb mehr entwickelt, sondern nur noch Abtrieb hat. Erreicht wird dies nicht nur durch den neuen
Spoiler, sondern auch durch die beiden in ihn integrierten Staudruck-Luftsammler und den kleinen, schwarzen
„Gurney-Flap“ am Ende des Flügel-Unterprofils.
Motor und Getriebe
Fahrwerk und Reifen
Im Vergleich zum
911 Carrera wurde auf 30
mm Abstand zur Straße verzichtet, das
Fahrwerk wurde komplett überarbeitet und deutlich straffer ausgelegt. Serienmäßig werden
Sportreifen montiert.
Interieur
Die zweite GT3 RS-Serie mit 305 kW (415 PS) ab 2006
Allgemeines
Der GT3
RS dient als
Homologationsmodell für die GT3-Serie der
FIA GT-Weltmeisterschaft und ist deshalb trotz konsequenter Ausrichtung auf den Rennsport straßenzugelassen. Er basiert auf dem GT3 und besitzt den gleichen
Motor wie dieser ist jedoch unter anderem dank
Karbon-Heckflügel, sowie Heckscheibe und Motorhaube aus
Kunststoff 20 kg leichter als der serienmäßige GT3. Ferner unterscheidet ihn von seinem Serien-Bruder eine im Bereich der hinteren
Kotflügel verbreiterte
Karosserie. Der GT3
RS wird serienmäßig mit
Clubsportpaket (Überrollkäfig, Sechspunktgurte, Feuerlöscher, etc.) ausgeliefert und kommt im
Oktober 2006 zu den Porsche-Zentren.
Karosserie
Motor und Getriebe
Fahrwerk und Reifen
Interieur
Weitere Informationen zum Porsche 911 GT3
Siehe auch
Literatur
- Agethen, Thomas; Walter, Sigmund: Typenkompass Porsche. Personenwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02157-9
- Austen, Jörg: Porsche 911 Rallye- und Rennsportwagen. Die technische Dokumentation. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02492-6
- Bongers, Marc: Porsche. Serienfahrzeuge und Sportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02388-1
- Kubiak, Achim: Faszination 911. Die Typologie des Porsche 911. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2004, ISBN 3-7688-1581-1
- Schneider, Peter: Typenkompass Porsche. Renn- und Rennsportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02300-8
Weblinks
Videos
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