Polsterwaffen sind Nachbauten von Waffen aus weichen Materialien. Dabei handelt es sich in der Regel um Nachbauten von Blankwaffen. Diese werden beispielsweise in Film- und Fernsehproduktionen, im Theater und beim Live-Rollenspiel verwendet. Polsterwaffen sollen einer echten Waffe möglichst ähnlich sehen, aber ungefährlich sein.
Um den Kernstab liegen eine oder mehrere Lagen eines Polstermaterials, welches den harten Kern polstert. Hier werden verschiedenste Arten von Schaumstoff verwendet. Über den Schaumstoff wird eine Deckschicht aufgetragen. Dies erhöht die Haltbarkeit der Waffe und verbessert ihr Aussehen.
Bei der Tapewaffe wird der Schaumstoff mit Gewebeklebeband umwickelt, um Stabilität, Aussehen und Sicherheit zu gewährleisten. Tapewaffen werden meist nur von Einsteigern oder in Übungskämpfen verwendet, da sie anspruchslos zu lagern,pflegeleicht und im Falle eines Risses einfach mit einem Streifen Klebeband zu reparieren sind. Das ist auch der Grund weshalb sie immer noch oft als NSC-Waffen zum Einsatz kommen. Jedoch sind sie im Vergleich zu latexumantelten Waffen nicht sehr schön, da es nicht möglich ist, das Klebeband zu bemalen.
Woran erkenne ich Latexkrebs? An klebrigen Stellen die Blasen werfen.
Was genau ist eigentlich Latexkrebs, bzw. wodurch kommt es zustande? Das ist immer noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist nur, es IST ansteckend und kann durch Talken und richtiges Lagern verhindert werden. Jörg Weber (http://forum.larpinfo.de/read.php?f=8&i=1870&t=1808#reply_1870 ) gibt hierzu hilfreiche und sachlich fundierte Auskünfte. Er hat auch eine Testreihe mit Latexblöcken durchgeführt, nach der verschiedene Latexarten empfänglicher für Latexkrebs waren als andere. Latex-Krebs ist nach Jörg Weber keine feste chemische Reaktion, sondern ein Effekt den wir sehen können. Welche Reaktion zu diesem Effekt führt ist nicht bekannt - zumindest nicht vollkommen geklärt. Jörg Weber nennt mehrere verschiedene eindeutige Auslöser: - stark säurehaltige Öle - petrochemische Produkte im allgemeinen - gereinigte Öle (auch kein Freischein für Ballistol also) - Kasein - UV-Strahlung
Nach Jörg Weber gibt es mehrere Sachen die Latex-Krebs aufhalten können:
- luftdichte Lackierungen (Coetrans oder Isoflex) - regelmässiges Pudern der Waffe mit simplen Talkum - Aluminiumversetzter Latex schein resistenter gegen Krebs zu sein als normaler Latex. Da das Aluminiumpigment relativ giftig ist, scheint dies auch auf eine mögliche Zersetzung aufgrund irgendwelcher Organismen hinzudeuten.
Latexkrebsverseuchte Waffen sollten sofort aus dem Spiel genommen werden. Nicht nur um andere Waffen vor der Ansteckungsgefahr zu schützen, auch Kleidung wird durch die klebrigen Stellen erheblich in Mitleidenschaft gezogen und auch Latexmasken wurden schon dadurch zerstört. Für den Anfänger und auch für den erheblich härteren Einsatz von NSC-Waffen sind wohl trotz der weniger schönen Optik weiterhin Tapewaffen zu empfehlen, da diese ruhig auch mal eine Nacht auf nasser Wiese oder längere Zeiten im überhitzten Auto aushalten können und ja auch meist nicht einzeln gelagert werden.
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